Krawalle in Rostock

Tja nun ist es nach Hamburg in Rostock zu den schwersten Ausschreitungen im Vorfeld des G8- Gipfels gekommen.
Fast 1000 Verletzte, davon auch 30 Schwerverletze forderte die Antiglobalisierungsdemo in Rostock.
Damit ist genau das eingetreten was viele schon vorher befürchtet haben.
Da werden Autos von unbeteiligten Rostocker Bürgern angezündet, mit Pflastersteinen und Moltowcoktails geschmissen. Das hat nichts mit einer Demo zu tun sondern ist mutwillige Sachbeschädigung von Eigentum anderer Menschen und schwere Körperverletzung. Wenn sich dann noch einige vor die Kameras stellen und versuchen dieses Verhalten zu verteidigen bekomme ich Herzrasen.
Und was das Schlimmste an der Sache ist: Das vorher zehntausende friedlich ihre Meinung über den G8- Gipfel ausgedrückt und ihre Vorstellung von einer gerechteren Welt vorgetragen haben tritt völlig in den Hintergrund.
Gerade deswegen sollten die Aktionsbündnisse und Organisatoren sich schnellsten von diesen Krawallmachern distanzieren anstelle sie zu verteidigen.
Aber dies ist wohl bis auf einige Ausnahmen auch geschehen, schließlich haben selbst die Veranstalter der Polizei keinerlei Schuld zugewiesen.

Wir sind Helden – Soundso

So, nachdem ich den Termin der Veröffentlichung doch etwas verpasst habe, halte ich nun endlich das dritte Album der Helden in meinen Händen.
Die Gruppe meldet sich nach der Babypause von Sängerin Judith Holofernes wieder zurück und präsentiert ihr Album „Soundso“.

Der Sound ist wieder typisch „Wir sind Helden“ und man erkennt ihn sofort wieder.
Texte die Charme haben, und vor allem durch nette Reime auf sich aufmerksam machen.
Im Gegensatz zum ersten Album „Die Reklamation“ bei dem man gleich beim ersten reinhören reihenweise tolle Songs und Ohrwürmer vorgefunden hat, muss man bei „Soundso“ einige Songs erst mehrmals hören um ihren Charme zu entdecken.
Trotzdem sind die anderen beiden Alben doch besser gelungen als dieses, denn auf dem Album sind doch einige Songs die nicht wirklich gelungen sind wie zum Beispiel „Stiller“.
Auch die Songtitel die großes erwarten lassen wie z.B. „(Ode) an die Arbeit“ oder „Der Krieg kommt schneller zurück“ bestechen eher durch ihre feine Ironie und Anlehnungen.
Was ich auch etwas schade finde ist, dass es diesmal nicht wie beim Vorgänger „Von hier an blind“ verschiedene Versionen gibt. Ich fand die Extras auf der Special Edition bei „Von hier an blind“ doch sehr gelungen, während es bei „Soundso“ nur die Songtexte beigefügt sind.
Doch trotz aller Kritik gibt es auch die tollen Songs wie „Endlich ein Grund zur Panik“, „Soundso“ und „The Geek (shall inherit)“.
Alles in allem trotzdem ein gutes Album und für Fans von „Wir sind Helden“ eh ein Pflichtkauf.