NASCAR

Gestern Abend habe ich mir das NASCAR-Rennen in Indianapolis im TV angesehen. Ein wirklich spannendes Rennen, auch wenn viele meinen es müsste doch langweilig sein weil sie ständig im Kreis fahren. Klar würde eine normale Rennstrecke wie wir es in Europa gewohnt sind wohl noch mehr Spannung bringen, doch selbst die Rennen im Nudeltopf sind beileibe nicht langweilig.
Was mich vor allem an der NASCAR beeindruckt ist, dass dort wirklich hart gefahren wird, selbst gegen Teamkollegen. In der NASCAR gibt es nicht solche „Skandale“ wie bei der DTM oder der Formel 1 wo dann teamintern abgesprochen wird wer das rennen gewinnen darf. Eine Situation wie an diesem Wochenende in der DTM, bei der auf der Zielgerade noch mal schnell die Position getauscht wird, ist bei der NASCAR ein Ding der Unmöglichkeit.

Das liegt auch daran, dass ein Rennstall zwar mehrere Autos ins Rennen schicken kann, doch jeder Fahrer hat sein eigenes Team, eigene Sponsoren und fährt nur für sich selber.
Bei den Rennen wird der Konkurent gerne mal angerempelt oder angeschoben ohne, dass es glich Strafen von der Rennleitung hagelt. Es kommt so gut wie nie vor, dass sich ein Fahrer wegen der Verursachung eines Unfalls eine Strafe bekommt. Strafen gibt es eigentlich nur für zu schnelles fahren in der Boxengasse oder wenn man sich wirklich sehr unsportlich verhält. Alles andere wird auf der Rennstrecke ausgetragen.
Zudem kommt die unglaubliche Leistung der Fahrzeuge. Die sehen zwar ziemlich mächtig aus, und bei den großen Rennstrecken wirken die Fahrzeuge behäbig, doch diese Fahrzeuge verfügen über 800PS und fahren wie jetzt in Indianapolis mit über 200 Meilen pro Stunde was umgerechnet über 320 km/h sind  Und das bei einem Fahrzeuggewicht von 2 Tonnen, schließlich verfügen die Fahrzeuge über Stahlrahmen, Stahlachsen und Federn. Kein Hightech wie in der DTM oder der Formel 1.
Das ganze zu zweit oder zu dritt nebeneinander oder eine halben Meter hintereinander. Das ist schon eine fahrerische Höchstleistung.
Und auch das Punktesytem für die Meisterschaft bringt Spannung. Da so gut wie jeder der ankommt Punkte bekommt, sowie Punkte für Führungsrunden usw. vergeben wird geben Piloten und Crew zu jeder Zeit alles. Selbst wenn die Fahrer einen Unfall hatten sind die Fahrzeuge so gut wie immer noch zu retten und werden wenn auch mit etlichen Runden  Rückstand wieder auf die Strecke geschickt. Da kommt in der Box der große Hammer zum Einsatz und die Karosserie wird durch Kaltverformung wieder in einen halbwegs passablen Zustand gebracht
Wie schon erwähnt gibt es bei der NASCAR kaum technische Highlights wie bei der DTM oder der Formel 1. Die Fahrzeuge verfügen über keine Traktionskontrolle, keinen Knopf um die Geschwindigkeit in der Boxengasse zu regeln oder andere Feinheiten. Alles ist sehr einfach aber dafür auch sehr robust.
Da auch alle die sich in der Führungsrunde befinden bis zum Schluss haben das Rennen zu gewinnen ist das Überrunden auch nicht so einfach wie in anderen Serien. Es gibt keine blauen Flaggen und die Fahrer wehren sich verbissen und versuchen alles um in der Führungsrunde zu bleiben, und bei 40 startenden Fahrzeugen ist eigentlich immer irgendwo etwas los.
Kein Wunder das bei dem Rennen in Indianapolis 300.000 Zuschauer anwesend waren, was alleine schon einen Eindruck davon gibt wie groß die Rennstrecke und wie populär die Sportart in den USA ist.
Auch ist die Rennserie sehr offen für die Zuschauer. Ständig hört man den Funk von irgendwelchen Piloten mit Crewchef oder Spotter nicht wie bei der Formel 1 wo einen die Teams dann gnädigerweise am Schluss mal einige Sätze mithören lassen wenn es eh um nichts mehr geht.
Das Rennen am Sonntag hat übrigens Tony Stewart (Foto unten) gewinnen können vor dem auch in Europa bekannten Montoya. Montoya kommt also immer besser mit den NASCAR- Fahrzeugen zurecht und kommt also auch bei den Ovalen langsam in Form. Der zweite Platz ist sein bis dato bestes Ergebnis auf einem Ovalkurs (in NASCAR). Einen Sieg hat der Kolumbianer aber auch schon erringen können. Bei einem Straßenrennen ging er von Platz 32 an den Start und konnte am Ende tatsächlich seine ersten Sieg in NASCAR einfahren.

Ein noch spannenderes Finish war allerdings bei dem Rennen in Daytona in diesem Jahr zu beobachten.
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Charts

In den „Overall artists charts“ gab es bei den Plazierungen unter den Top10 keine Veränderungen. Das liegt vor allem daran, dass bei den Top10 der „Last week top artists“ vor allem Bands zu finden sind die in den „Overall artists charts“ noch nicht so weit oben zu finden sind. Die Wochencharts führen Gossip und Interpol an, was vor allem an den neuen Alben der beiden Bands liegt.

Overall artists chart

Last week top artists

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