Was so läuft

Den großteil der Songs die ich hier vorgestellt habe waren von Bands die ja schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht haben wenn ich an Snow Patrol, Maximo Park, Bloc Party usw. denke. Künstler wie Markus Henrik waren da eher die Ausnahme, doch in meiner Playliste befinden sich mehrere Songs von Bands die vielleicht noch nicht so bekannt sind und sie deswegen hier zu übergehen wäre nicht fair.
Daher fange ich jetzt mit der australischen Band „The Red Paintings“ an. Deren Cover des Songs Mad World (zusammen mit den Dresden Dolls) hat mich ja so begeistert, dass ich es schon mal erwähnt habe.
Musikalisch erinnern mich The Red Paintings ein wenig an The Smashing Pumpkins und REM, vor allem was die Stimme des Sängers bei manchen Songs angeht.
Hier also nun der Song Walls und Pickles

The Red Paintings – Walls

The Red Paintings – Pickles

Die Kunst Des Stilvollen Verarmens – Alexander von Schönburg

Kurzbesschreibung
Weniger ist mehr- eine ebenso intelligente wie unterhaltsame Verteidigung der Lebenskunst gegen den Konsumwahn.
Wir alle, wirklich alle, werden bald und nicht in einer fernen zukunft deutlich ärmer sein als jetzt. Die Kunst des stilvollen Verarmens will gelernt sein.
Quelle: Klappentext

Um es gleich vorweg zu nehmen, dieses Buch gibt keine direkten Ratschläge wie man in bestimmten einzelnen Situationen Geld sparen kann. Es wird also kein Ratschlag erteilt nach dem Motto ständig Probeabos abzuschließen und wieder zu kündigen um kostenlos eine Tageszeitung im Briefkasten vorzufinden.
Dieses Buch gibt einem Gedankenansätze mit auf dem Weg, und gehört so in die Kategorie der Selbsthilfebücher wie z.B. „simplify your life“.
Grundsätzlich vertritt Schönburg die Theorie, dass Konsum nicht glücklich macht da auch reiche Menschen die sich alles erfüllen können was sie sich wünschen nicht glücklicher sind als „Normalverdiener“.
Diese Theorie ist auch wissenschaftlich gesehen schon erwiesen da der Mensch die Angewohnheit hat immer nach mehr zu streben und Glück immer relativ gesehen ist. Es gibt langfristige Studien indem man Menschen vor ihrem Berufseintritt nach ihrem Glücksgefühl befragt hat, und anschließend gefragt hat was sie benötigen würden um glücklich zu sein.
Jahre später hat man die gleichen Menschen wieder befragt, und obwohl sie sich einen Großteil der Wünsche schon erfüllt hatten die sie eigentlich benötigten um glücklich zu sein waren sie es nicht.
Von daher ist die Grundtheorie die in dem Buch aufgeführt wird völlig richtig. Konsum macht höchstens kurzfristig glücklich. Daraus folgert der Autor, dass es daher besser ist sich an den Dingen mehr zu erfreuen die man bereits hat, als immer nach mehr zu streben. Durch Einschränkung kann man die Dinge die man dann macht mehr genießen und lernt sie mehr zu schätzen. Und auch Stil und Eleganz müssen deswegen nicht hinten anstehen nur weil man nicht gerade die neuste Kollektion von Modedesignern im Schrank hängen hat. Den Stil und Eleganz haben, so der Autor, haben nichts mit Geld zu tun und verweist auf die sogenannten Neureichen.
Die Theorie die Schönburg in seinem Buch vertritt ist also gar nicht mal so abwegig, ob man dies jedoch auf knapp 240 Seiten erläutern muss steht auf einem anderen Blatt. Da jedes Kapitel wie z.B. Reisen, Essen, Auto, Kleidung immer wieder mit dem gleichen Ansatz beschrieben wird stellt sich doch schnell Langeweile ein und lässt einen doch schnell erahnen was der Autor im folgenden Kapitel an Ratschlägen parat hat.
Zugleich ist das Wort „Verarmen“ gerade in Zeiten von Hartz IV doch etwas zynisch, da sich dieses Buch wohl eher an Durchschnittsverdiener richtet als an Menschen die wirklich am unteren Ende der gesellschaftlichen Leiter stehen.
Was mich persönlich auch etwas befremdet hat ist die Aufzählung und auch die einblicke in die sogenannte Oberschicht aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis der Autors. Bei mir hat sich dabei folgendes Gefühl eingeschlichen: Seht her. Ich kenne die reichen der Welt, und auch wenn ich nicht so reich bin wie diese Leute, verkehre ich mit ihnen und ich bin nicht unglücklicher.

Um es kurz zu machen: Die Menschen die sich ihr Geld einteilen müssen sollten lieber zu anderen Büchern greifen und diese genießen.