Heeresbericht – Edlef Köppen

Kurzbeschreibung:
Heeresbericht schildert den wahnwitzigen Weg des Studenten Adolf Reisiger, dessen anfängliche Kriegsbegeisterung im Fronterlebnis der Erkenntnis weichen muß, daß Krieg „befohlener Mord“ ist. Erst in der Spätphase der Weimarer Republik veröffentlicht, von den Nazis verboten, viele Jahre nicht lieferbar, ist Heeresbericht als eine der bedeutendsten literarischen Verarbeitungen des Ersten Weltkriegs neu zu entdecken.
Quelle: Amazon.de

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges erschienen in Deutschland zahlreiche Bücher über den großen Krieg. Zum einen kriegsverherrlichende Bücher, zum anderen Antikriegsbücher.
Aufgrund des riesigen Erfolges von Remarques „Im Westen Nichts Neues“ sind viele dieser Bücher jedoch völlig unbekannt. Im speziellen Fall von „Heeresbericht“ kommt wahrscheinlich auch noch der frühe Tod des Autors 1939, und das Verbot des Buches unter den Nationalsozialisten mit hinzu.
Doch auch wenn das Buch wohl eher unbekannt ist, kann ich dessen Lektüre nur empfehlen, da es „Im Westen Nichts Neues“ kein bisschen nachsteht.
Der Protagonist in Heeresbericht, der Kriegsfreiwillige Reisinger, weist viele Parallelen mit der Biografie des Autors, das man davon ausgehen kann, dass Köppen ein Teil seiner Erlebnisse in diesem Buch verarbeitet hat. Eindrucksvoll wird neben der Geschichte von Reisinger auch immer wieder auf Befehle, Reden des Kaisers oder andere Verlautbarungen aus Zeitungen verwiesen die nicht wirklich mit den tatsächlichen Geschehnissen an der Front übereinstimmen was dieses skurril wirken lässt.
Sehr interessant ist auch wie sich die Sichtweise des Protagonisten auf dem Krieg wandelt. Anfänglich das eingeschränkte Sichtfeld eines Neulings beim Militär ohne zu wissen was überhaupt passiert, welches sich im Laufe der Zeit immer mehr weitet und den ganzen Schrecken des Krieges offenbart.
Trotz des großen Schatten welcher „Im Westen nichts Neues“ wirft, sollte man auch „Heeresbericht“ von Edlef Köppen nicht vergessen, denn das Buch steht dem erfolgreichen Bruder in keiner Weise nach und ist für mich auf jeden Fall eine glasklare Leseempfehlung.

Liebesbrief aus Holland

Heute habe ich Post aus Holland erhalten, was mich allerdings nicht sonderlich erfreut hat. So passte sich meine Laune gleich dem Wetter an.
Und zwar hat man mich während meines Kurztrips in Holland geblitzt, auch wenn ich das überhaupt nicht mitbekommen habe.
Und was der größte Clou an der Sache ist. Ich bekomme das Strafmandat für eine Geschwindigkeitsübertretung von 4 km/h bei erlaubten 50km/h :> Ich glaube ich Deutschland geht für so etwas nicht einmal ein Blitzer an…
Die 4 km/h kosten mich jetzt 25 Euro was ich auch für etwas happig halte, aber das kennt man ja aus Holland und anderen europäischen Ländern. Da wird auch gerne mal richtig zugeschlagen was Strafen angeht.
Laut dem Schreiben muss ich die Strafe bis zum 22 November zahlen, und den Zeitraum werde ich dann wohl auch gleich mal ausnutzen. Wenn sie sich schon wegen 4 km/h anstellen sollen sie wenigstens auf das Geld warten 😉

Charts

In dieser Woche befinden sich, mit Ausnahme von Sonic Youth, die Bands bei den „Last week top artists“ ganz vorne die ein neues Album veröffentlicht haben.
Beim „Overall artists chart“ gab es in dieser Woche auch eine größere Veränderung in den Top10. Muse klettern um 2 Plätze nach oben und belegen nun Platz 7.
Größter Aufsteiger waren Sonic Youth, für die es fünf Plätze nach oben ging.

Overall artists chart

Last week top artists
mehr Charts

Internetausfall

Seit heute Morgen war bei und der Internetzugang von Versatel tot. Die automatische Ansage der Hotline teilte mit, dass „in Ihrem Gebiet ein Großausfall herrscht“. Wie schön, und das ausgerechnet am heutigen Tag an dem ich einen Kurs zum Thema Stress und Stressbewältigung hatte.
Und dabei handelte es sich natürlich um ein Seminar meiner Krankenkasse, welches über das Internet übertragen wird.
Doch um 18:50 Uhr waren wir dann zum Glück auch wieder am Worldwideweb angeschlossen, und ich konnte noch pünktlich am Seminar teilnehmen. So ist das mit Fluch und Segen der modernen Technik 😉

Was war das denn??

Während ich heute kurz vor dem Mittag in Dortmund unterwegs war, bin ich auf ein kurioses Gefährt getroffen. Die Colani Trucks mit ihrem spacigen Design habe ich ja schon öfters gesehen, doch dieses Gefährt war auch für mich neu.
Nach kurzer Suche im Internet war klar wobei es sich darum handelt. Es war der Fulda-Showtruck dem ich begegnet bin.
Hier ein Foto vom LKW welches ich im Internet gefunden habe.

Arcade Fire – The Suburbs


Als ich den Termin der Veröffentlichung mitbekommen habe, gab es für mich gar kein zweifel, dass aich auch dieses Album kaufen werde. Nach den beiden grandiosen Vorgängern „Funeral“ und „Neon Bible“, musste auch „The Suburbs“ in meinen Plattenschrank.
„The Suburbs“ kommt schlichter daher als „Neon Bible“ was aber auch keine Kunst ist da man dort ja sogar eine Orgel in den Sound eingewoben hat. Wobei schlicht auch das falsche Wort ist wenn eine siebenköpfige Band mit Instrumenten anfängt zu musizieren.
Der Sound auf „The Suburbs“ klingt jedenfalls weniger pompös, aber auf keinen Fall langweilig. Stattdessen wechselt der Sound von Stück zu Stück und es gibt rockige Songs wie „Ready to Start“, aber auch melancholische Tracks wie „Half Light“.
Meine Favoriten auf dem Album sind die Stücke „Modern Man“ und „Ready to Start“ die mitreißen, und aus einem guten Album noch herausragen. Schlechte Songs sind auf „The Suburbs“ nämlich eh nicht zu finden, und so festigen Arcade Fire ihren Ruf als großartige Indieband. Zu meinen Lieblingsbands zählen sie eh schon lange….
Einen schöne Idee ist es auch, das Plattencover mit zehn unterschiedlichen Motiven zu versehen.

Trackliste:
1. The suburbs
2. Ready to start
3. Modern man
4. Rococo
5. Empty room
6. City with no children
7. Half light I
8. Half light II (No celebration)
9. Suburban war
10. Month of May
11. Wasted hours
12. Deep blue
13. We used to wait
14. Sprawl I (Flatland)
15. Sprawl II (Mountains beyond mountains)
16. The suburbs (continued)

veröffentlicht: 30. Juli 2010
Label: City Slang (Universal)