Bad Monkeys – Matt Ruff

Kurzbeschreibung:
Las Vegas. Hochsicherheitsgefängnis. Psychiatrische Abteilung. Eine Mörderin legt ein Geständnis ab. Angeblich gehört sie einer mächtigen Geheimorganisation an, deren Ziel es ist, das Böse zu bekämpfen. Mittels geheimnisvoller NT-Knarren, die Herz- oder Schlaganfälle verursachen können, habe sie die Welt von Entführern, Pädophilen und Kofferbombern befreit. Eine schier unglaubliche Geschichte erzählt sie dem Gefängnispsychiater. Jedoch lässt sich einiges von Jane Charlottes Aussagen tatsächlich belegen. Aber was stimmt und was nicht? Ist sie völlig verrückt, lügt sie – oder geht da in Wirklichkeit etwas ganz anderes vor sich?
Quelle: Amazon.de

Da mich das Buch „Ich und die anderen“ von Matt Ruff (Eintrag zum Buch) damals so sehr begeistert hat, habe ich mir nach längerer Zeit mal wieder von diesem Autor gegriffen.
Meine Wahl viel auf „Bad Monkeys“, ein Buch welches bisher sehr differenzierte Kritiken bekommen hat. Was einem gleich von Anfang an auffällt, ist das man dieses Buch überhaupt nicht mit „Ich und die anderen“ vergleichen kann. Während „Ich und die anderen“ wirklich alle Gefühle bedient von Humor, über Entsetzen und Spannung, verwirrt einen „Bad Monkeys“. Doch auch bei „Bad Monkeys“ fesselt einen Ruff alleine schon durch seine großartige Schreibweise an das Buch, und man kann es nur schwer wieder beiseite legen.
Die Geschichte verwirrt einen je weiter man im Buch kommt immer mehr. Immer wieder lässt Ruff den Hauptcharakter, Jane Charlotte, zwischen gut und Böse hin und her pendeln. Und auch das hin und her zwischen Realismus und Fiktion wechselt immer schneller, bis am Ende dann der große Knall erfolgt, der den Leser etwas verstört zurück lässt.
Die anfängliche, typische Gut gegen Böse Story wirft den interessanten Gedanken auf, wie es bei einem Graubereich dazwischen aussieht.
Denn würde man einen Pädophilen oder Serienmörder töten, wäre man dann ein guter oder ein böser Mensch?
Für meinen Geschmack dreht die Story mit Gruselclowns, fiktiven Waffen, Bewusstseinsdrogen und anderen abenteuerlichen Fantasien dann einfach zu sehr ins surrealistische ab. Trotz der Kritikpunkte ist es ein sehr unterhaltendes Buch, welches einem eine gute zeit bereitet. Ich persönlich empfehle von Matt Ruff jedoch lieber „Ich und die anderen„.