Reisepass

Heute bin ich nach der Arbeit gleich zum Bürgerbüro gefahren um den Reisepass abzuholen. Denn der Mittwoch ist der einzige Tag in der Woche an dem arbeitende Personen dort auch noch nach dem Job vorbeigehen können. Ansonsten schließen sie ja immer bereits sehr zeitig. Immerhin ging alles super schnell und nach fünf Minuten hatte ich meinen Pass in der Hand und konnte nach Hause um das schöne Wetter ausnutzen zu können. Nutze die restlichen Sonnenstrahlen um meine Zeitung in der Hängematte auf dem Balkon zu lesen. So lässt es sich aushalten 😉
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Genugtuung

Nachdem ich letzte Woche ab Mittwoch Urlaub hatte, und meine Eltern zu Besuch waren muss ich diese Woche noch arbeiten bevor dann der „richtige“ Urlaub ansteht. Nachdem ich letzten Dienstag eine kleine Auseinandersetzung mit einem Angestellten der Dispositionen hatte, habe ich es ehrlich gesagt mit doch einiger Genugtuung und Schadenfreude vernommen, dass während der paar Tage in denen ich im Urlaub war einiges auf meiner Tour schief gegangen ist. Vielleicht öffnet dies einigen Leuten in der Disposition mal die Augen was ich auf meiner, und andere Fahrer auf ihrer Tour tatsächlich leisten. Das Gejammer war jedenfalls groß, und die Kunden waren froh, dass ich wieder da war. Ich habe ihnen mal vorsichtshalber nicht gesagt, dass ich nächste Woche dann ja für zwei Wochen im Urlaub bin, aber das werden sie dann ja schon wieder merken 😉

Beifahrer & Wochenende

Nachdem ich ja bereits vor kurzem einen Beifahrer hatte, habe ich Montag und Dienstag erneut einen Beifahrer an meiner Seite. Beim vorherigen male sollte ich mir ja mal zwei Bewerber anschauen ob sie ordentlich mit anpacken und wie sie so sind. Jetzt darf ich einen der Neuen einarbeiten. Zumindest an den beiden Tagen durfte ich das. Habe ihm den Scanner erklärt und die ganzen anderen Formalitäten gezeigt. Ab heute muss das jedoch ein anderer übernehmen, denn ich habe den Rest der Woche frei da ich Besuch von meinen Eltern bekomme 🙂
Außerdem habe ich den ersten freien Tag genutzt um meinen Reisepass zu beantragen. Ich dachte eigentlich ich bekomme einfach einen vorläufigen doch dem ist nicht so. Den bekommt man nur wenn es quasi von einem auf den anderen Tag benötigt wird. Ich kann am Mittwoch noch einmal zum Bürgerbüro latschen und meinen ganz normalen Reisepass abholen…

Between The Beats

An diesem Wochenende fand das Between the Beats in Lörrach statt. Mit OK Kid und Die Sterne traten auch zwei bekanntere Bands auf. Mein Augenmerk lag allerdings auf der Veranstaltung im Alten Wasserwerk, quasi die Abschlußveranstaltung des Festivals. Dort traten ab 22.30 Uhr mit Amorph und Who Killed Bruce Lee zwei unbekanntere Bands auf. Der Vorteil war, dass der Eintritt daher auch nur 8 Euro betrug und da ich Who Killed Bruce Lee bereits kannte wusste ich, dass dies auf jeden Fall lohnt.
Between the Beats
Die Band Amorph war mir jedoch völlig unbekannt. Die Atmosphäre im Alten Wasserwerk war richtig gut, da es genau die richtige Größe für dieses Event hatte und man oben von der Empore mal eben schnell einige schöne Fotos machen konnte bevor man sich unten ins Getümmel stürzen konnte. Vor allem war man schön nah dran und hatte so auch das richtige live Gefühl.
Die Band Amorph aus Basel war okay hat mich jedoch nicht wirklich überzeugt da das Meiste melodisch sehr ähnlich war. Das die Jungs Musik machen können, und jeder auch mehrere Instrumente beherrscht haben sie gezeigt da sie ständig getauscht haben. Aber irgendwie fehlte mir da doch etwas die Power.
Between the Beats
Das änderte sich dann aber schlagartig als Who Killed Bruce Lee um kurz nach Mitternacht auf die Bühne kamen. Live sind sie noch um einiges dynamischer als auf dem Album und so hatten sie das Publikum schnell auf ihrer Seite. Und trotz einiger Hindernisse, einer defekten Snare die während des Konzerts noch getauscht werden musste, wurde dies professionell überbrückt. Auch die Kommunikation mit dem Publikum war lustig und um einiges entspannter als bei Amorph und so war es ein rundum gelungener Abend. Musikalisch war es eh sehr gelungen und auch die Leute um mich herum waren begeistert obwohl sie die Band so gut wie gar nicht kannten.

Der Jakubijân Bau – Alaa Al-Aswani

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Kurzbeschreibung: Die Armen wohnen oben, auf dem Dach, in kleinen Kabüffchen, die ursprünglich als Abstellkammern konzipiert waren. In den Stockwerken darunter geht es weniger knapp zu. Dort hat ein durch die Revolution von 1952 teilenteigneter Grundbesitzer sein Büro mitsamt Liebesnest, ein Chefredakteur seine Wohnung, ein Neureicher das Domizil für seine Zweitfrau und haben viele Ungenannte ihr ganz normales Zuhause. Auf vielfältige Weise verweben sich die Leben der Bewohner. Das Haus wird zum Mikrokosmos für Ägypten.

Quelle: Amazon.de

Anfänglich wusste ich nicht ob ich mir dieses Buch überhaupt zulegen soll, denn es war mir völlig unbekannt. Doch ich muss sagen, dass ich es nicht bereut habe es zu lesen denn es gewährt einen guten Einblick in die ägyptische Gesellschaft. Al-Aswani beschreibt die verschiedensten Charakter die alle in diesem einen Haus in Kairo wohnen und deren Leben nicht verschiedener sein könnte. Da haben wir Taha den Sohn des Türhüters der trotz bester Noten nicht zur Polizeiakademie gehen kann einfach weil er nur der Sohn eines Türhüters ist. Und so gerät er langsam aber sicher in die Arme von Islamisten. Al-Aswani schreibt über viele Tabuthemen wie Homosexualität, die Pseudomoral einiger Prediger, die Unterdrückung der Frauen und die grassierende Korruption ohne die man so gut wie nichts erreichen kann. Das ganze beschreibt er durch seine Charakter so gekonnt und leicht, dass man das Buch tatsächlich  für einen beliebigen Roman halten könnte. Doch Al-Aswani zeigt die bittere Realität die in Ägypten herrscht und die dieses Land lähmt und jungen Menschen so gut wie keine Hoffnung gibt. Al-Aswani zeigt ein Ägypten abseits des Tourismus und man erkennt warum gerade die jungen Leute damals gegen die Regierung auf die Straße gegangen sind was schlussendlich zum Ende von Mubarak geführt hat. Gleichzeitig zeigt es aber auch warum sich diese „Revolution“ am Ende doch nicht durchgesetzt hat. Für alle die einmal in diese nahöstliche Gesellschaft eintauchen möchte kann ich diesen Roman nur empfehlen. Eine Beschreibung der Gesellschaft in einem angenehm zu lesenden Roman.

Was so läuft

Habe vor kurzem etwas über die Band „Who Killed Bruce Lee“ gelesen was ich ganz spannend fand und war natürlich interessiert was sie so für Musik machen.
Die Band die aus dem Libanon kommt hat ihr Album per Crowdfunding finanziert und ist derzeit u.a. in Deutschland auf Tour. Und da sie nächstes Wochenende beim Between the Beats in Lörrach spielen werde ich sie mir auch mal live anhören denn was ich bisher gehört habe gefällt mir echt gut.