Corona

Ja, es ist wirklich kein ganz ungefährlicher Virus. Aber was mittlerweile für eine Panik in Deutschland gemacht wird, ist auch nicht mehr normal.
Bei einer Firma herrschte heute für Kurierdienst- und Sepeditionsfahrer ein Verbot zum betreten der Firma aus Angst vor Corona.
Eine andere Firma hat alle französischen Angestellten für zwei Wochen nach Hause geschickt.
Und dann noch die zahlreichen Menschen die alles an Toilettenpapier, Nudeln und Mehl wegkaufen. Also ernsthaft das ist ja schon mehr als nur lächerlich.
Klar ist das Virus gefährlich wenn man gesundheitlich angeschlagen ist, doch als völlig gesunder Mensch wird man es schon überstehen, wenn man sich überhaupt damit infiziert.
Ich persönlich gehe davon aus, dass wir nach der Vogelgrippe, der Schweinepest, BSE, und dem Jahr 2000 auch diese „Katastrophe“ überleben werden.
Und falls doch nicht, helfen einem Toilettenpapier, Nudeln und Mehl auch nicht so viel weiter.

Prozessauftakt

Gestern begann der Prozess gegen den Flüchtling Hussein K. vor dem Landgericht in Freiburg. Seine Tat, er hatte damals die Studentin Maria L. vergewaltigt, getötet und in die Dreisam geworfen, hat Freiburg nicht nur geschockt sondern auch verändert. Dies merkt man auch wenn man nun die Kommentare in der Zeitung, bei Facebook usw. zum Prozessbeginn liest. Das Entsetzen welches kurz nach der Tat herrschte ist plötzlich wieder überall zu spüren. Gerade Freiburg was ja schon immer sehr offenherzig ist, kommt nun nicht mehr so unschuldig daher. Und das wegen einer Tat?
Vielleicht nicht so ganz, denn es war mehr als diese Tat. Es hat das Weltbild der Bewohner der Stadt im Mark erschüttert. Hussein K. wurde als jugendlicher, unbegleiteter afghanischer Flüchtling in der Stadt aufgenommen und bei einer Familie aufgenommen und hatte sehr gute Chancen hier ein neues Leben zu beginnen. Doch nun bricht alles zusammen, denn der angebliche Jugendliche ist nach zwei Gutachten 22 Jahre alt. Und mittlerweile ist man sich auch nicht mehr sicher ob es sich bei Hussein überhaupt um einen Afghanen handelt oder doch um einen Iraner.
Hinzu kommt, dass Hussein bereits einen weiteren Mord in Europa verübt hat. In Griechenland saß er wegen Mordes im Gefängnis wurde dort aber aufgrund einen Amnestie freigelassen. Und bereits in Griechenland hat er sein Alter mit 19 angegeben.
Die Tat die er hier in Freiburg verübt hat, sorgt für viel Angst besonders unter jungen Frauen. Auch wenn der Täter geschnappt ist, und auch viel dafür getan wird das Sicherheitsgefühl zu erhöhen in dem die Polizeipräsenz deutlich gesteigert wurde. Es herrscht weiterhin eine angespannte Stimmung.
Freiburg ist tatsächlich anders geworden durch die Tat eines Einzelnen.

Wahlbenachrichtigung & Organspende

So, nachdem ja bereits überall die Plakate zur Bundestagswahl hängen, habe ich auch meine Wahlbenachrichtigung bekommen. Viele machen ja Briefwahl, doch ich ziehe es vor ganz traditionell ins Wahllokal zu gehen und dort meine Stimme abzugeben. Das macht das Wählen irgendwie noch bewusster.

Zudem habe ich mal wieder einen Organspendeausweis von meiner Krankenkasse zugeschickt bekommen. Das passiert in regelmäßigen Abständen. Ich weiß gar nicht ob dies eine Pflicht der Krankenkassen ist, finde es aber gut. So kann man sich regelmäßig noch einmal Gedanken darüber machen was man genau möchte und immer ein aktuelles Exemplar mit sich führen. Denn einen Organspendeausweis sollte wirklich jeder bei sich tragen auch wenn man nicht spenden möchte. Denn auch diese Option kann man ja eintragen. So kommen dann im Extremfall keine Fragen auf.

Nachdenken

Einer meiner liebsten wenn nicht der liebste Kabarettist von mir ist Volker Pispers. Habe ihn vor etlichen Jahren live in Bochum gesehen. Er ist immer noch mit seiner Tour „Bis neulich“ unterwegs die er ständig aktualisiert.
Zum einen ist es unglaublich lustig wie er die Themen rüberbringt, jedoch bleibt einem teilweise das Lachen im Hals stecken.
Auch wenn das Video länger geht ich kann nur empfehlen es sich anzuhören und vielleicht doch über die ein oder andere Sache nachzudenken…

Rede an die Menschheit

Es ist wirklich traurig in was für einer Welt wir leben… Jeden Tag kommt eine Horrornachricht nach der anderen. In der Türkei putscht erst Teile des Militärs und anschließend rächen sich Erdogan und seine Chargen blutig an allen die sie als Gegner betrachten. In Ägypten herrscht nach den demokratischen Aufstand gegen Mubarak wieder eine Militärregierung. Israel und Palästinenser bekämpfen sich immer noch bis aufs Blut und keine Seite ist bereit Frieden zu schließen. In Syrien herrscht noch immer Bürgerkrieg und alle westlichen Mächte mischen fleißig mit um irgendwelche Großmachtansprüche zu untermauern. Die Menschenrechtslage in zahlreichen Ländern ist zum schreien, es herrschen Hungersnöte, Kriege, Bürgerkriege und Terror. 1940 wurde der Film „Der große Diktator“ mit Charlie Chaplin gedreht und am Ende gibt es eine Rede die heute leider immer noch aktuell ist. Und auch wenn ich nicht alles darin unterschreiben würde, so wäre wir ein ganzes Stück weiter wenn, wie in der Abschlußrede gefordert, es wieder mehr Menschlichkeit gäbe….

Bye bye

Großbritannien hat sich entschieden und für einen Austritt aus der EU gestimmt. Und schon hat die Welt ihre nächste große Krise…
Dabei ist der Austritt meiner Meinung nicht so schlimm, schließlich hat sich das Königreich nie zur EU zugehörig gefühlt. Ständig musste man Ausnahmeregelungen für die Insel aushandeln und alles was zu einer weiteren Vertiefung der Staaten innerhalb der EU führen sollte wurde dort kategorisch abgelehnt. Dies ist ja auch völlig okay und das gute Recht der dortigen Bevölkerung und deswegen ist es auch nur folgerichtig, dass Großbritannien die EU verlässt.
Das Volk hat abgestimmt und nun müssen halt alle mit der Entscheidung und den dazugehörigen Konsequenzen leben.
Eigentlich wäre es nur fair wenn in allen Staaten über die Mitgliedschaft in der EU abgestimmt wird, schließlich ist es, was die Nationalstaaten angeht, eine existenzielle Frage.
Alle müssen sich nun einmal endgültig fragen was für ein Europa man haben möchte. Möchte man einfach einen Wirtschaftsraum, oder ein politisch vereintes Europa??
Statt nun wieder in Katastrophenstimmung zu verfallen sollten sich die verantwortlichen der EU lieber die Frage stellen warum das Projekt gemeinsames Europa bei den Bevölkerungen nicht auf Gegenliebe stößt. Es gibt schließlich viele gute Gründe für ein vereinigtes Europa welche auch sicher von vielen Menschen geteilt werden. Doch dazu müsste man die EU grundlegend reformieren und vielleicht ist der Austritt Großbritanniens die Möglichkeit dies anzupacken.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, dass neue Visionen eines Europas in der Zukunft entworfen, und die Maßnahmen getroffen werden.

Nature is speaking

Vor einigen Tagen ist der Klimagipfel von Paris zu Ende gegangen und man kann was das politische angeht durchaus von einem Durchbruch und Erfolg sprechen. Eine Freundin hat vor kurzem das Zitat von Georg Adamson gepostet der sagte: „Darüber, wer die Welt erschaffen hat, lässt sich streiten. Sicher ist nur, wer sie vernichten wird.“ Ich glaube da liegt Adamson allerdings etwas falsch. Vielleicht wird der Mensch die Natur so wie sie derzeit ist vernichten, doch es wird immer eine Art von Natur geben. Es ist nur die Frage ob der Mensch in dieser Natur noch leben kann. Deswegen haben mich auch die Filme von „Nature is speaking“ beeindruckt die derzeit auch im Kino laufen. Einfach mal anschauen und kurz darüber nachdenken…

Paris

Pray for Paris

Gestern gab es mal wieder eine grauenvolle Anschlagserie in Paris und viele Menschen sind zurecht darüber entsetzt. Wie sehr die Menschen entsetzt sind, bzw. wie sehr sie sich über diese Anschlagsserie Gedanken machen sieht man vor allem an den Reaktionen bei Twitter und Facebook. Ich persönlich habe diese Medien, wie auch die Dauernachrichtensendungen gestern Abend lieber gemieden. Es reicht mir völlig wenn ich die Ereignisse dieses Schreckens heute und Montag in der Zeitung nachlesen und muss nicht sekündlich über die Anzahl der Opfer informiert werden. In den letzten Tagen gab es viele terroristische Anschläge die nicht annähernd diese mediale Aufmerksamkeit wie der Anschlag gestern bekommen haben, was auch wieder zeigt wie sehr wir mit verschiedenen Maßen messen, und leider zeigt sich mal wieder, dass es gegen die Verblendung solcher Täter keinen Schutz auf der Welt gibt. Es ist daher beachtlich, dass die Menschen ihr Mitgefühl mit den Opfern und ihren Angehörigen in Paris zeigen und ein Zeichen der Solidarität setzen. Man sollte die anderen Opfer von Terror und Gewalt allerdings nicht vergessen. Egal ob in Beirut, Ägypten oder jetzt in Frankreich kann jeder, jederzeit zum Opfer werden was vielen Menschen Angst macht. Wobei es statistisch natürlich eher vorkommen würde unschuldig bei einem Verkehrsunfall oder durch einen Ärztefehler zu sterben als Opfer eines Terroranschlags zu werden. Wenn ich dann auch noch Beiträge sehe, die solche Anschläge auch in Verbindung mit den Flüchtlingen bringen wird mir ehrlich gesagt schlecht. Auch wenn man Angst hat sollte man weiterhin sein Organ zwischen den Ohren nutzen. Bisher sind wir in Deutschland glücklich davongekommen und es ist noch kein Terroranschlag erfolgreich verübt worden. Das ist allerdings keine Garantie, dass dies auch weiterhin so bleibt. Und wenn Menschen jetzt schon Angst haben und dies in Hass und Wut auf andere Unschuldige kanalisieren möchte ich mir nicht ausmalen was passiert wenn es in Deutschland zu einem Anschlag kommt und wie hier reagiert wird.

kein Bier nach 10

Gestern habe ich einen Kollegen in Lörrach besucht und uns ist etwas passiert was mir so auch noch passiert ist. Wir waren erst in der Stadt und wollten dann anschließend zu ihm um bei einem Bier noch ein wenig zu quatschen. Da er jetzt aber kein Bier zu Hause vorrätig hatte (was für eine Sünde 😉 ) wollten wir halt noch schnell zur Tanke und uns einen Sixpack mitnehmen. Leider hatten wir die Rechnung ohne unseren fürsorglichen Staat gemacht. Denn nach 22 Uhr darf kein Alkohl mehr verkauft werden. Und so kann man als fast 40-jähriger erwachsener Mensch nicht einmal mehr Bier nach 22 Uhr kaufen. Da fühlt man sich doch gleich wieder wie ein Kind und freut sich echt das Vater Staat immer ein wachsames und fürsorgliches Auge auf seine „mündigen“ Bürger hat. Ist auch richtig logisch denn in einer Kneipe darf ich mir weiterhin auch nach 22 Uhr die Kante geben wenn ich es möchte. Zum Glück darf man immerhin noch koffeinhaltige Getränke nach 22 Uhr erwerben. Und so sind wir mit Cola abgezogen und hatten trotzdem einen guten Abend.