Tumult – Herbert Grönemeyer

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Mein Heimatbarde, Herbert Grönemeyer, hat ein neues Album veröffentlicht und ich war sehr gespannt wie es ist. Vor allem da sich auch schon gleich eine Debatte darüber entwickelt hat, weil er in einem Song auf türkisch singt.
Eigentlich etwas albern, denn als er es auf englisch versucht hat, ist mir eine solche Debatte nicht in Erinnerung. Aber die Versuche Songs auf Englisch zu machen war ja auch nur eine kurze Episode und auch nicht sonderlich erfolgreich.
Nun also ein Song auf türkisch, und ehrlich gesagt klingt es gut. Die Stimmlage passt wahrscheinlich einfach besser zu dieser harten Sprache.
Mit Tumult legt Grönemeyer ein solides Album vor, aber keines welches mich jetzt vom Hocker haut. Zwischendurch hat er ja leider immer solche Alben, und Tumult ist eines welches dann wohl auch nicht so lange im Gedächtnis bleibt.
Musikalisch ist das Lied um welches sich so eine große Debatte entwickelt hat sogar mit das Beste auf dem Album.

Anspieltipps: Sekundenglück, Doppelherz

Trackliste:

  1. Sekundenglück
  2. Taufrisch
  3. Mein Lebensstrahlen
  4. Doppelherz/ iki Gönlüm
  5. Bist du da
  6. Fall der Fälle
  7. Warum
  8. Leichtsinn und Liebe
  9. Der held
  10. Verwandt
  11. Wartezimmer der Welt
  12. Und immer
  13. Lebe mit mir los
  14. Seid ihr noch da?
  15. La Bonifica
  16. Mut

Veröffentlicht: 09. November 2018

Label: Vertigo Berlin

Das Boot

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Kurzbeschreibung: Der Film schildert eindringlich die Geschichte einer U-Boot-Besatzung, die nach vielen gefährlichen Abenteuern schließlich doch noch von den Kriegsgegnern zur Hölle geschickt werden.
Der Untergang der tollkühnen Männer in ihrer schwimmenden Röhre wurde so realistisch in Szene gesetzt, daß der Zuschauer förmlich die Enge des Bootes und die Angst der Besatzung spürt…

Da in letzter Zeit ja viel Werbung für die Neuinterpretation von „Das Boot“ gemacht, und den nächsten Tagen bei Sky gesendet wird, habe ich mir noch einmal das Original von Wolfgang Peterson angesehen. Knapp über 200 Minuten großartige Unterhaltung und tolle Schauspieler. Der Wechsel zwischen eintönigem Warten, die beengten Verhältnisse an Bord, die Angst, aber auch das Hochgefühl wenn man einen Gegner besiegt hat. Vor allem vermittelt der Film aber, dass die U-Boote eben nicht die gefürchteten Jäger der Meere waren. Das mag für den Anfang des Krieges vielleicht noch gestimmt haben, doch mit der Dauer wurden sie immer mehr zum Gejagten. Und wie sich die Männer dann gefühlt haben müssen wenn man in einer Dose gefangen unter Wasser hilflos darauf warten muss ob man es überlebt wird hier sehr gut gezeigt. Ein großartiger Antikriegsfilm mit dessen Ende auch die ganze Sinnlosigkeit dargestellt wird.
Ob die neue Serie bei Sky an diesen Film anknüpfen kann ist fraglich da es sich hier wirklich um ein Meisterwerk handelt!

Poemas -Frederico Garcia Lorca

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Kurzbeschreibung: Federico García Lorca, 1898 geboren und nach dem Militärputsch 1936 ermordet, hat seine ersten Gedichte 1916/17 geschrieben. Später entstehen so berühmte Gedichtbücher wie das ‚Poema del cante jondo‘ oder der ‚Romancero gitano‘. Aus dem umfangreichen lyrischen Gesamtwerk hat der Lorca-Experte Gustav Siebenmann eine repräsentative Auswahl zusammengestellt und neu übersetzt.
Quelle: Amazon

Auf Lorca bin ich durch den Film über ihn aufmerksam geworden den ich schon vor Jahren mal gesehen habe, und der mich auf sein literarisches Werk neugierig gemacht hat. Sehr schön finde ich, dass es zum einen das spanische Original wie eine deutsche Übersetzung von Gustav Siebenmann enthält.
Natürlich ist dies nur eine kleine Auswahl der Werke von Lorca quer aus seinem Schaffen und den unterschiedlichsten Zeiten.
Von daher ist es eine gute Möglichkeit einen Einblick in die Werke zu bekommen um sich anschließend noch tiefer damit zu beschäftigen. Mir gefallen seine sehr gut und es ist zudem ein guter Grund sich näher mit der spanischen Sprache zu beschäftigen.

Alles kann warten – Marc Hofmann

Alles kann warten

Kurzbeschreibung: »Komm nach Hause, bevor es zu spät ist.« Diese Aussage seiner Mutter veranlasst den Anfang 40-jährigen Paul, von Berlin in den Schwarzwald zu fahren, um sich mit seinem Vater auszusprechen. Er trommelt seine alten Kumpels Robert und Immel zusammen, und sie begeben sich auf die Reise in ihre alte Heimat.
Quelle: Klappentext

Nach einer Lesung von Marc Hofmann (Beitrag: Lesung & Musik), hatte ich mir zwei Bücher von ihm mitgenommen. Angefangen habe ich mit dem Buch „Der Klassenfeind“ da es mich von der Kurzbeschreibung mehr angesprochen hat. Wirklich warm geworden bin ich mit diesem Buch allerdings nicht (Beitrag: Der Klassenfeind), weswegen ich mich erst anderen Büchern zugewand habe bevor ich jetzt mit dem zweiten Buch von Hofmann angefangen habe.
Ich war mir nicht sicher was mich bei einer Geschichte über einen Roadtrip durch Deutschland erwarten würde, war dann aber positiv überrascht. Die drei Charaktere sind völlig unterschiedlich (vom „Berufsjugendlichen“, über den verbeamteten Familienvater zum Karrtieremensch), und ihre Verbindung liegt in ihrer Jugend und ihrer Liebe zur Musik. Das passt alles sehr gut und man kann sich die drei sehr gut vorstellen. Auf ihrer Tour in die alte Heimat den Schwarzwald, erleben sie jede Menge Geschichten und ein wahres Gefühlschaos. Die drei durchleben ihre Sinnkrise die Männer knapp über 40 ja häufiger bekommen sollen.
Alles ist locker geschrieben und somit gut lesbar. Dazu kommt immer wieder die Verbindung zur Musik der 80er und 90er Jahre. Das alles passt sehr gut zusammen und macht einfach Spaß zu lesen, auch wenn die Abenteuer in die die drei so stolpern manchmal doch etwas sehr überzogen sind.
Auch das Ende ist dann etwas sehr abrupt und hätte durchaus noch mehr liefern können da die beiden Freunde des Hauptcharakters völlig weg sind.
Trotz allem eine deutliche Steigerung zu „Der Klassenfeind“ und ein gut unterhaltendes Buch für zwischenduurch.

Gott bewahre – John Niven

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Kurzbeschreibung: Kaum hat Gott sich im Himmel eine kleine Auszeit gegönnt und seinem Sohn Jesus Christus die Geschäftsführung überlassen, schon herrscht auf Erden das nackte Chaos. Bürgerkriege, Umweltsünden, Armut, Hassprediger, tödliche Krankheiten, moralischer Verfall und gnadenloser Kommerz, so weit das Auge reicht. Was wurde aus der Menschenliebe und dem einzig wahren Gebot: »SEID LIEB«? Gott denkt nach und findet nur eine Lösung – sein Sohn Jesus muss erneut auf die Erde zurückkehren, um Gutes zu tun. Doch werden die Menschen auf JC hören?
Quelle: Klappentext

Ich war mir anfänglich nicht ganz sicher wie das Buchs ein wird. Ob es einfach ein lustiges Buch ist, denn ich hatte bis dahin weder etwas davon gehört noch etwas anderes von john Niven gelesen. Es ist mir durch das vorlsen durch Jürgen von der Lippe und Jochen Malmsheimer aufgefallen.
Am Anfang geht es jedenfalls gut los und ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können. Witzig wird das Leben im Himmel und Hölle beschrieben, dazu die freundschaftliche Rivalität mit dem Teufel. Alles sehr lustig!! Trotzdem merkt man, dass es nicht einfach Comedy ist. Niven trifft die Aussage, dass es eigentlich nur ein Gebot gab und zwar „Seid lieb“ und zwar zu allen. Doch was haben wir Menschen daraus gemacht? Und führt nicht eben dieses nichtbeachten immer zu Konflikten in großen und kleinen Ausmaß??
Leider flacht die Geschichte im Teil als Jesus erneut auf die Erde gesannt wird um das Chaos wieder in Ordnung zu bringen etwas ab, bevor sie am Ende wieder an Fahrt gewinnt.
Trotz allen Humors kommt immer wieder ein Thema auf. Auch wenn wir einer Glaubensgemeinschaft angehören und regelmäßig in einen Tempel gehen. Ist das wie wir handeln tatsächlich so gottesfürchtig? Ist es gerechtfertigt bestimmte Gruppen oder andere Religionen zu diskriminieren und sich als höherwertig zu betrachten? Und was würde wohl der Gott an den man glaubt dazu sagen?
Trotz der etwas schwächeren Phase im Mittelteil des Buchs kann ich es wirklich nur empfehlen.

Britannia

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Kurzbeschreibung: Eine mysteriöse Insel, von Kelten bewohnt, von kriegerischen Frauen und mächtigen Druiden regiert und wild. Dieses Gebiet soll römische Provinz werden. 43 n. Chr. marschieren Legionen unter Führung von Aulus Plautius (David Morrissey) im Süden des Landes ein, um ihren Einfluss gen Norden auszuweiten und bis ins Herz der Region vorzustoßen. Für den Kampf gegen die Römer schließen sich die keltischen Erzrivalinnen Kerra (Kelly Reilly) und Königin Antedia (Zoe Wanamaker) zusammen. Die geheimnisvollen Einwohner beschwören zur Unterstützung mächtige Kräfte aus der Unterwelt. Mystische Schlachten bahnen sich an.
Quelle: sky.de

Eine Produktion von Sky und Amazon und als das Game of Thrones der Antike angekündigt. Dementsprechend gespannt war ich auf den Start der Serie, und habe mir nun die erste Staffel angesehen.
um es gleich vorweg zu nehmen. An Game of Thrones reicht die Serie nicht heran, ist aber kurzweilig und teilweise auch ganz spannend und interessant. Gerade die Verknüpfung aus Historienserien mit den mythischen Elementen der Kelten ist gut gelungen. Was mich ein wenig stört sind die übertriebenen und für die Handlung völlig unwichtigen Szenen wie zum Beispiel mit den beiden römischen Deserteuren die in einem Haus eines Heilers alle möglichen Mittel finden und probieren. Ansonsten eigentlich eine gute Mischung aus Vikings und Game of Thrones Elementen.
Wenn die Macher jetzt noch versuchen das „lustige“ heraus zu lassen könnte es mir richtig gut gefallen, den Potential hat es auf alle Fälle.

Chronik des Cthulhu-Mythos I – H.P.Lovecraft

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Kurzbeschreibung: Diese Chronik in zwei Bänden vereint erstmals die vollständigen Werke Lovecrafts zum Cthulhu-Mythos. Neben allen Kurzgeschichten auch die berühmten Novellen wie BERGE DES WAHNSINNS, DER SCHATTEN ÜBER INNSMOUTH oder DER FALL CHARLES DEXTER WARD. Mit einer Einleitung und ausführlichen Erläuterungen zu den einzelnen Werken von Marco Frenschkowski.
Quelle: Amazon.de

Ich bin eher durch Zufall auf den Autor gestoßen und habe mir deswegen diesen Sammelband mit mehreren Geschichten zugelegt.
Mich haben die Geschichten sehr gefesselt denn hier handelt sich um ganz klassischen Horror wie zum Beispiel Edgar Allan Poe.
Lovecraft beschreibt das Grauen nicht, sondern deutet es nur an. Und so entstehen die Bilder im Kopf des Lesers.
Dieser erste Band enthält elf Geschichten von kürzeren bis längeren, und besonders gut gefallen hat mir eine der kürzeren mit dem Titel „Die Musik des Erich Zann“.
Aber auch alle anderen Geschichten sind sehr gut, und die Vorworte zu den entsprechenden Geschichten sind auch ganz aufschlussreich. Wirklich nötig sind sie aber nicht damit die Geschichten ihre Wirkung entfalten. Trotzdem ist es ganz nett noch einige Hintergründe, und somit auch mehr über den Autor zu erfahren.
Weil es mir so gut gefallen hat, steht der zweite Band der Geschichten auch schon auf meiner Wunschliste.
Wer Hitchcockfilme und klassischen Horror mag kommt um Lovecraft definitiv nicht drumherum.