Was so läuft

Eine Band die ich vor kurzem für mich entdeckt habe ist Berge. Vor allem durch den Song „10.000 Tränen“ für die Aktion „Tiere eine Stimme geben“ und der tollen Performance im Video musste ich mir einfach mal mehr von denen anhören. Und was ich dann gehört habe hat mir einfach nur super gut gefallen.

Ein weiterer Song mir gut gefällt ist „Schauen was passiert“

Von dem Duo gibt es aber noch viel mehr tolle Songs. Also hört sie euch einfach mal an.

Was so läuft

Also wenn ich es nett ausdrücken soll, würde ich sagen das Andreas Bourani jetzt nicht gerade zu meinen Lieblingskünstlern gehört. Das ist mir wie bei Naidoo irgendwie zu salbungsvoll. Doch eines der Lieder das mir gefällt ist „Hey“ vom gleichnamigen Album auch wenn das auch schon wieder hart an der Grenze ist 😉

Hey – Andreas Bourani
Wenn das Leben grad zu allem schweigt
dir noch eine Antwort schuldig bleibt
dir nichts andres zuzurufen scheint als Nein
Es geht vorbei

Wenn der Sinn von allem sich nicht zeigt
sich tarnt bis zur Unkenntlichkeit
wenn etwas hilft mit Sicherheit, dann Zeit
Es geht vorbei, es geht vorbei

Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
es ist ok wenn du fällst
auch wenn alles zerbricht
geht es weiter für dich

Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
auch wenn dich gar nichts mehr hält
du brauchst nur weiter zu geh’n
komm nicht auf Scherben zum steh’n

Wenn die Angst dich in die Enge treibt
es fürs Gegenhalten nicht mehr reicht
du es einfach grad nicht besser weißt
dann bleib
es geht vorbei

Wenn jeder Tag dem andern gleicht
und ein Feuer der Gewohnheit weicht
wenn lieben grade kämpfen heißt
dann bleib
es geht vorbei, es geht vorbei

Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
es ist ok wenn du fällst
auch wenn alles zerbricht,
geht es weiter für dich

Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
auch wenn dich gar nichts mehr hält
du brauchst nur weiter zu geh’n
du brauchst nur weiter zu geh’n

Ein weiterer Song kommt von Enno Bunger. Nicht der aktuelle Song „Neonlicht“ der auch richtig gut ist sondern „Wo bleiben die Beschwerden“.

Wo bleiben die Beschwerden – Enno Bunger

Feuerwerksraketen, Steine, Splitter, Fensterglas
Drinnen hat man Todesangst, draußen hat man Spaß
Schieben alle Schuld auf die, die sowieso schon nichts mehr haben
Außer den Bildern aus der Hölle und den nie heilenden Narben
Oury Jalloh war ein Zauberer laut Polizeibericht
Vollführte im Verborgenen sein größtes Meisterstück
Hat mit Händen und mit Füßen fixiert an Grund und Wand
Sich auf feuerfester Matte in Schutzhaft selbst verbrannt
Wie man von Einzelfällen sprechen kann? Ich werd‘ es nie verstehen
Es gibt Menschen, die das wollen, die das alles gerne sehen
Tief in ihren Herzen heben sie die rechte Hand
Zünden Krisenherde, hoffen auf den Flächenbrand

Wo bleiben die Beschwerden? Warum lassen wir das zu?
Wir können was dafür, wenn wir nichts dagegen tun
Wo bleiben die Beschwerden? Wo führt das alles hin?
Warum tun wir so, als wären wir blind?
Wir schweigen ins Verderben, wenn wir tun, als ob nichts wär‘
Wir können was dafür, wenn wir uns nicht dagegen wehren
Wo bleiben die Beschwerden? Es gibt nur einen Weg:

Widerlegen, widersetzen, widerstehen

Die Tochter eine Gauners, eines Hehlers, eines Dealers
Sie konnte es kaum glauben, nach seinem Tod war sie so vieles
Doch nur weil er nicht von hier war, zahlte er mit seinem Leben
Hingerichtet mit neun Schüssen, nur einer ging daneben
Staatsbeamte schreddern Akten, die Wahrheit schön verborgen
So bitter der Geschmack, wenn man dann liest von „Dönermorden“
Jedes Opfer wird entwürdigt, jeder Mord wird eine Farce
Wo man nicht sucht, will man nichts finden, bringt Familien um den Schlaf
Nur in Nebensätzen liest man dann vom großen Zeugensterben
Was sind hier jetzt Fakten und was haarsträubende Märchen

Unter Druckerschwärze, Heuchelei und dreisten Falschaussagen
Wird die Würde unterdrückt, abgeschrieben und begraben

Wo bleiben die Beschwerden? Warum lassen wir das zu?
Wir können was dafür, wenn wir nichts dagegen tun
Wo bleiben die Beschwerden? Wo führt das alles hin?
Warum tun wir so, als wären wir blind?
Wir schweigen ins Verderben, wenn wir tun, als ob nichts wär‘
Wir können was dafür, wenn wir uns nicht dagegen wehren
Wo bleiben die Beschwerden? Es gibt nur einen Weg:
Widerlegen, widersetzen, widerstehen

Und irgendwo hinter der Glotze endet unser Tellerrand
Und wir richten ohne Glatze ähnlich großen Schaden an
Nein, es sind nicht die paar Nazis, es ist unsere Ignoranz
Lieber BILD, GNTM und Dschungelcamp am Bratwurststand
Als wär‘ es nicht in unserer Mitte, sondern nur am rechten Rand
Machen wir weiter unsere Witze über Gutmenschen im Land
Vergessene Geschichte wiederholt sich irgendwann
Ist unser Mitgefühl etwa in einem Flüchtlingsheim verbrannt?

Wo bleiben die Beschwerden? Warum lassen wir das zu?
Wir können was dafür, wenn wir nichts dagegen tun
Wo bleiben die Beschwerden? Wo führt das alles hin?
Warum tun wir so, als wären wir blind?
Wir schweigen ins Verderben, wenn wir tun, als ob nichts wär‘
Wir können was dafür, wenn wir uns nicht dagegen wehren
Wo bleiben die Beschwerden? Es gibt nur einen Weg:
Widerlegen, widersetzen, widerstehen

 

Was so läuft

Ich habe ja mal den aktuellen Song von K.I.Z. gepostet bei dem der Sänger Henning May als Unterstützung dabei ist. Die Stimme hat mich so gefesselt, dass ich nachgesehen habe wer das ist. Dabei bin ich dann auf die Band AnnenMayKantereit gestoßen. Auf jeden Fall hat mich das was ich von der Band gehört habe beeindruckt und will sie euch deswegen vorstellen. Hier also drei Songs der Band von der man sicher auch noch einiges zu hören bekommt.

Was so läuft

Derzeit höre ich viel Musik deutscher Bands teils sogar Hip Hop was ja eigentlich nicht meine Musik ist. Doch das ein oder andere gefällt mir dann halt auch wie zum Beispiel die Bands mit den beiden folgenden Songs.
Normalerweise überzeugt SDP ja eher mit sehr ironischen Texten, doch bei diesem Song den sie auch ohne Adel Tawil aufgenommen haben überzeugt einfach die tolle Melodie.
SDP mit „Ich will nur dass du weißt“

Songtext:
Alle meine Freunde sagen ‚Lass die Finger von Ihr‘, denn ich bin kaum noch zu ertragen,
ich red immer von Dir. Denn du bist online, doch Du schreibst nicht und ich schlage auf den Schreibtisch. Und ich frag mich, ob du gerade alleine bist, oder fühlst du grad das gleiche?
Denn immer wenn du mir gegenüber sitzt, und du mich berührst, habe ich das Gefühl dass es so wie früher ist.

Ich will nur dass du weißt, wie oft ich Briefe an dich schreib.
Und sie wieder zerreiß, und dass ich Dich liebe und son scheiß.
Ich will nur dass du weißt, wie oft ich Lieder für dich schreib,
und sie niemandem zeig, weil ich will dass niemand davon weiß.

Und ich schreib SMS, doch ich schick sie nicht weg, ob du online bist hab ich so oft gechecked. Und ich war an deiner Tür, nur geklopft hab ich nicht,
ich wollte nur sehen ob da wer bei dir ist.

Alle meine Freunde raten, dich mir aus dem Kopf zu schlagen, die wissen gar nicht was sie sagen, dich zu vergessen dauert Jahre. Und ich geh kaum noch auf die Straße, denn ich seh überall nur Paare.
Und trägt ne andre‘ deinen Namen, ja dann raubts mir fast den Atem.
Jedesmal wenn eine Frau dein Parfüm an sich trägt, bilde ich mir einen Moment ein, dass du mir direkt gegenüber stehst.

Ich will nur dass du weißt, wie oft ich Briefe an dich schreib.
Und sie wieder zerreiß, und dass ich Dich liebe und son scheiß.
Ich will nur dass du weißt, wie oft ich Lieder für dich schreib,
und sie niemandem zeig, weil ich will dass niemand davon weiß.

Und ich schreib SMS, doch ich schick sie nicht weg, ob du online bist hab ich so oft gechecked. Und ich war an deiner Tür, nur geklopft hab ich nicht,
ich wollte nur sehen ob da wer bei dir ist.

Ich will nur dass du weißt, wie oft ich Briefe an dich schreib.
Und sie wieder zerreiß, und dass ich Dich liebe und son scheiß.
Ich will nur dass du weißt, wie oft ich Lieder für dich schreib,
und sie niemandem zeig, weil ich will dass niemand davon weiß.

Und ich schreib SMS, doch ich schick sie nicht weg, ob du online bist hab ich so oft gechecked. Und ich war an deiner Tür, nur geklopft hab ich nicht,
ich wollte nur sehen ob da wer bei dir ist.

Der zweite Song den ich derzeit gerne höre überzeugt ebenfalls durch eine super eingängige Melodie und ist K.I.Z mit „Hurra die Welt geht unter“

Songtext
Kleidung ist gegen Gott
Wir tragen Feigenblatt
Schwingen an Lianen über’n Heinrichplatz
Und die Alten erzählen vom Häuserkampf, beim Barbecue in den Ruinen der deutschen Bank
Vogelnester in einer löchrigen Leuchtreklame
Wir wärmen uns auf an einer brennenden Deutschlandfahne
Und wenn einer auf ’ner Parkbank schläft
Dann nur weil sich ein Mädchen an seinen Arm anlehnt
Drei Stunden Arbeit am Tag, weil es mehr nicht braucht
Heut‘ Nacht denken wir uns Namen für Sterne aus
Danken dieser Bombe vor 10 Jahren und machen Liebe bis die Sonne es sehen kann
Weißt du noch als wir in die Tische ritzten in den Schulen
„Bitte Herr vergib ihnen nicht, denn sie wissen was sie tun.“
Unter den Pflastersteinen wartet der Sandstrand, wenn nicht mit Rap, dann mit der Pumpgun

Und wir singen im Atomschutzbunker:
„Hurra, diese Welt geht unter!“
„Hurra, diese Welt geht unter!“
„Hurra, diese Welt geht unter!“

Und wir singen im Atomschutzbunker:
„Hurra, diese Welt geht unter!“
„Hurra, diese Welt geht unter!“
Auf den Trümmern das Paradies

Nimm dir Pfeil und Bogen, wir erlegen einen Leckerbissen
Es gibt kein‘ Knast mehr, wir grillen auf den Gefängnisgittern
Verbrannte McDonald’s zeugen von unsern Heldentaten
Seit wir Nestlé von den Feldern jagten
Schmecken Äpfel so wie Äpfel und Tomaten nach Tomaten
Und wir kochen unser Essen in den Helmen der Soldaten
Du willst einen rauchen? Dann geh dir was pflücken im Garten
Doch unser heutiges Leben lässt sich auch nüchtern ertragen
Komm wir fahren in den mossbedeckten Hallen im Reichstag ein Bürostuhlwettrennen
Unsere Haustüren müssen keine Schlösser mehr haben, Geld wurde zu Konfetti und wir haben besser geschlafen
Ein Goldbarren ist für uns das gleiche wie ein Ziegelstein
Der Kamin geht aus, wirf‘ mal noch ’ne Bibel rein
Die Kids gruseln sich, denn ich erzähle vom Papst
Das Leben ist so schön, wer braucht ein Leben danach? (wer braucht ein Leben danach?)

Und wir singen im Atomschutzbunker:
„Hurra, diese Welt geht unter!“
„Hurra, diese Welt geht unter!“
„Hurra, diese Welt geht unter!“

Und wir singen im Atomschutzbunker:
„Hurra, diese Welt geht unter!“
„Hurra, diese Welt geht unter!“
Auf den Trümmern das Paradies

Die Kühe weiden hinter uns, wir rauchen Ott spielen Tower
Dort wo früher der Potsdamer Platz war
Wenn ich aufwache streich ich dir noch einmal durch’s Haar
„Schatz ich geh zur Arbeit, bin gleich wieder da.“
Wir stehen auf wann wir wollen, fahren weg wann wir wollen
Sehen aus wie wir wollen, haben Sex wie wir wollen
Und nicht wie die Kirche oder Pornos es uns erzählen
Baby die Zeit mit dir war so wunderschön
Ja, jetzt ist es wieder aus, aber unsere Kinder wein‘ nicht
Denn wir ziehen sie alle miteinander auf
Erinnerst du dich noch als sie das große Feuer löschen wollten?
Dieses Gefühl, als in den Flammen unsere Pässe schmolzen?
Sie dachten echt ihre Scheiße hält ewig
Ich zeig den Kleinen Monopoly, doch sie verstehn’s nicht
„100€ Schein? Was soll das sein?
Wieso soll ich dir was wegnehm‘ wenn wir alles teilen?“

Und wir singen im Atomschutzbunker:
„Hurra, diese Welt geht unter!“
„Hurra, diese Welt geht unter!“
„Hurra, diese Welt geht unter!“

Und wir singen im Atomschutzbunker:
„Hurra, diese Welt geht unter!“
„Hurra, diese Welt geht unter!“
Auf den Trümmern das Paradies

Was so läuft

Casper – Grizzly Lied
Wollten immer dem Hundeleben entkommen,
dem Küchentisch aus umgedrehten Kartons
und weg von den Ungeziefern im Kleiderschrank,
eines Tages mehr sein als Untermieter des kleinen Manns.
Hatten es anders gedacht, in die Ferne nach Atlanta gemacht.
Nur Bilder der großen Welt zerschellen
ohne Geld in dem Wohnwagenplatz, dort am Rande der Stadt.
Mama war’s satt, war’n einfach arm, einfach mies,
du warst mal ein Jahr da, dann ein Jahr Krieg.
Wusst‘ nie wo das liegt, wann du wieder ma‘ kommst,
malte dir Bilder mit Sonnen, jeden Brief an die Front.
‚Mein Sohn‘ hast du gesagt, da beim schießen im Wald
‚lass dir nie was gefallen, vergiss nie diesen Knall.
So sehr du dich erschreckst, blick dem Feind ins Gesicht,
echte Männer stehen wieder auf, nur die Feiglinge nicht!‘

Papa sagte: ‚Sohn, nimm mein Gewehr.
Mal bist du der Jäger, mal bist du der Bär.
Doch wenn,
du Bär sein musst, um Gottes Willen, dann kämpf!
Und ich bin Grizzly jetzt. (Ich bin ein Grizzly jetzt)

Und du sagtest auch: ‚Wenn das Leben nur Zitronen gibt,
mach verdammt nochmal Limonade draus.
Sprich grade raus, Kinn hoch, nie feige, Sohn.
Spiel nicht mit Herzen, oder denen die das mit deinem tun.
Wir sind nicht reich, werden’s nie sein.
Probleme für’s Leben zu groß, für’s Sterben zu klein.
Du weißt, es regnet nicht ewig, immer nur schwer,
nur stets zum Kinn und hör, Zeit schwimmen zu lernen.
Zu gern ich immer da wär, kommt es hart auf hart,
nimm die Faust, Finger raus.
Such den Größten der Bande, spring da drauf, schwing voll aus.
Verlieren wirst du nur das eine Mal, denn ist alles gegeben,
denken die nächstes Mal zwei mal nach.
Der Sinn des Lebens ist Leben, das wars.
Der Sinn des Lebens ist leben.
Jeder springt auch mal versehendlich daneben,
Der Trick ist immer die Balance zwischen Nehmen und Geben.

Papa sagte: ‚Sohn, nimm mein Gewehr.
Mal bist du der Jäger, mal bist du der Bär.
Doch wenn,
du Bär sein musst, um Gottes Willen, dann kämpf!
Und ich bin Grizzly jetzt. (Ich bin ein Grizzly jetzt)

Es wäre heut‘ nicht wie es ist,
wär es damals nicht gewesen wie es war
Der Sinn des Lebens ist leben!

Papa sagte: ‚Sohn, nimm mein Gewehr.
Mal bist du der Jäger, mal bist du der Bär.
Doch wenn,
du Bär sein musst, um Gottes Willen, dann kämpf!
Und ich bin Grizzly jetzt. (Ich bin ein Grizzly jetzt)