FAZ und erster Einsatz

Das war gestern vielleicht ein anstrengender aber unglaublich zufriedenstellender Tag. Einziger Wermutstropfen war, dass ich dadurch nur zwischendurch zu Dingen gekommen bin die mir sehr wichtig geworden sind. Um 7 Uhr war Treffpunkt an der Hauptfeuerwache und es ging nach Eschbach zur FAZ (dem Feuerwehrausbildungszentrum) wo wir das erste mal in Kontakt zu echtem Feuer kommen sollten. Es stand Modul 1 auf dem Plan, d.h. die Hitzegewöhnung und eine Einsatzübung. Dazu kamen dann noch andere Stationen wie Schlauchmanagement, das standardisierte Türöffnen und Notfallübung bei Rollover (bei vielen vielleicht als Flashover bekannt was aber noch etwas anderes ist). Beim der Hitzegewöhnung ist unsere „Gruppe“ von vier Mann mit unserem zugeteilten Ausbilder in den Feuercontainer und wir haben die Ausbreitung des Feuers und die Hitze und Rauchentwicklung beobachtet. Es ist wirklich erstaunlich wie die Schutzausrüstung wirkt. Das merkt man eigentlich erst dann wenn man eine Handschuh auszieht und merkt wie heiß es tatsächlich ist. Die Hitzegewöhnung war also eine Art Saunagang mit extremeren Temperaturen und unter Atemschutz 😉
Bei der Einsatzübung ging es dann auch das in den Lehrgängen bisher gelernte praxisnah umzusetzen. Ich hatte wieder meine Partner aus den vorherigen Lehrgängen im Trupp was bisher schon immer gut funktioniert hat und mir so auch ein Gefühl der Sicherheit gab. Szenario war ein Wohnungsbrand im Erdgeschoss mit einer evtl. vermissten Person. Wir also von außen an den ersten Container mit der Eingangstür. Der Raum dahinter war vollständig vernebelt und so ging es das erste mal daran die Tür standardisiert zu öffnen. Anschließend das absuchen des Raums bei ungefähr 20cm Sichtweite. Von dort ging es in einen zweiten Raum der nur teilweise verraucht war und von daher besser abzusuchen war um dann in den Raum vorzudringen in dem das Feuer „wütete“. Das öffnen der Türen lief richtig gut und auch sonst haben wir laut Ausbilder die Sache gut gemeistert. Wir haben zwei Durchgänge gemacht so dass jeder jeweils einmal Truppmann und Truppführer sein konnte. Ich muss sagen, dass mich das Training dort einen gewaltigen Schritt nach vorne gebracht hat. Es ist einfach etwas ganz anderes als die „Trockenübungen“. Am Schwierigsten finde ich dabei nicht mal das Feuer und die Hitze sondern einfach wenn man absolut keine Sicht hat. Das empfinde ich als deutlich größere Herausforderung.
Die Ausbildung ging so bis 14 Uhr und kurz bevor wir dort fertig waren hat unsere Abteilung eine Einsatz bekommen. Auf dem Rückweg nach Freiburg hat man uns (es war noch jemand aus meiner Abteilung beim Lehrgang) zur Einsatzstelle gefahren und rausgelassen damit wir die Kollegen unterstützen konnten. Unsere Abteilung ist dort zur Ablösung von Kräften nach Munzingen, also nicht unserer eigentlicher Löschbezirk, kommandiert worden. Das Gröbste war da schon erledigt und wir mussten nur immer noch einzelne Glutnester löschen und die Heuballen löschen die sich immer wieder zu kokeln anfingen. Gegen halb sieben am Abend kam dann auch Ablösung für uns die dann die weitere Brandwache übernommen haben. So ging dann mein „Feuerwehrtag“ von 7 bis 19 Uhr und war entsprechend anstrengend aber auch sehr erfüllend. Ausbildung und erster Einsatz an einem Tag…
Besonders erfüllend war es einfach die Dankbarkeit der Anwohner zu spüren und auch wie man sich um uns gekümmert hat. man hat uns Kaffee und Tee angeboten, Kuchen gebracht und sich wirklich um uns gekümmert. Ein tolles Gefühl!

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