Es ist schon gefühlt eine Ewigkeit her, dass ich bei einer Starßenbahn mit einem technischen Problem zu kämpfen hatte. Heute bei meiner Frühschicht ist es dann aber passiert. Nach dem Anschluss am zentralen Bertholdsbrunnen und beim anfahren kam die Störungsmeldun, dass der Federspeicher am Drehgestell 1 nicht gelöst hat und die Bahn stand. Der Federspeicher ist quasi wie die Handbremse beim Auto, die sich dann nicht mehr gelöst hat.

Manchmal hat man Glück und kann das Problem mit einem einfachen Neustart der Bahn beheben, was ich auch erst gehofft habe. Denn ich konnte tatsächlich erst einmal weiterfahren. Doch dann trat der Fehler erneut auf. Ich habe dann erst einmal die Leistelle angefunkt, und die Bahn noch einmal neu gestartet. Doch es war klar, dass dies nicht lange hilft. Nachdem es dann noch zweimal aufgetreten ist, kam dann die entscheidung der Leiststelle, dass ich nicht mehr weiterfahren und auf den E6, dem Verkehrsmeister warten soll. Da ich ja Frühdienst hatte, war was das Fahrgstaufkommen angeht auch noch nicht viel los. Die wenigen sind dann ausgestiegen und sind zu Fuß weiter. Während die Leitstelle eine Ersatzbahn auf den Weg geschickt hat um meinen Ausfall auszugleichen, habe ich schon einmal die Vorbereitungen dafür getroffen, dass der E6 den Federspeicher schnell lösen kann. Dies ging dann auch alles schnell, und ich konnte meine Fahrt fortsetzen, und war dann auch schnell wieder auf meine reguläre Zeit. So konnte das Zusatzfahrzeug auch zeitig wieder in den Betriebshof einfahren.
Und ja mittlerweile merke ich, dass ich schon einige Jahre dabei bin, denn eine solche Sache erhöht meinen Stresspegel nicht mehr wirklich. Die Situation wird einfach ruhig abgearbeitet und es geht normal weiter. Trotz allem ist es mir natürlich lieber wenn alles ganz normal läuft.
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