Weisser Oleander – Janet Fitch

Kurzbeschreibung:
Der weiße Oleander blüht in Kalifornien im Hochsommer. Dann, wenn die Hitze unerträglich scheint. Für die zwölfjährige Astrid beginnt zu dieser Zeit eine ruhelose und dramatische Odyssee von Pflegefamilie zu Pflegefamilie. Ihre Mutter, eine exzentrische Schriftstellerin, die zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt ist, vermag weiterhin einen dominaten Einfluss auf sie auszuüben. Erst allmählich gelingt es dem sensiblen und klugen Mädchen, einen eigenen Platz im Leben zu finden. Es zeigt sich, dass Astrid so stark wie der weiße Oleander ist, der selbst dann blüht, wenn man ihn immer wieder verpflanzt.
Quelle: Klappentext

Astrid, ein kluges und sensibles Kind, wächst alleine bei ihrer egozentrisch und menschlich kühl wirkender Mutter auf. Ständig wird sie vom Gedanken geplagt, ihre Mutter würde sie nicht lieben. Dazu kommt eine unerklärliche Angst, dass ihre Mutter sie einfach verlassen würden.
Dann verliebt sich ihre Mutter in einen Mann und Astrid schöpft Hoffnung auf ein normales Familienleben, doch diese Hoffnung wird jäh zerstörrt.  Und es soll noch schlimmer kommen. Ihre Mutter tötet aus Zorn den Liebhaber und wird deswegen zu lebenslanger Haft verurteilt.
Von da an beginnt für Astrid eine Odyssee durch verschiedenste Pflegefamilien. Und hinter jedem anfänglichen Glück und neuer Hoffnung steht Trauer und Hoffnungslosigkeit. Jedesmal versucht sich Astrid von ihrer jeweileigen Pflegefamilie formen zu lassen um so dem Einfluss der Mutter zu entkommen, doch immer wieder endet es mit einem Fehlschlag. Begleitet wird dies von den kühlen Briefen ihrer Mutter die ihr sagt, dass es ja so kommen musste.
Die Pflegefamilien die sich durch alle sozialen Schichten ziehen, zeigen erst die Fassade, hinter der sich aber immer wieder eine dunkle Vergangenheit befindet.
Da ist die erste Pflegemutter, Starr, die es geschafft hat sich vom Alkohl zu lösen und sich nun fanatisch einem christlichen Prediger zugewendet hat.
Dann kam Marvel, mit ihrer Familie aus der Mittelschicht, die aus Rassismus und von Neid zerfressen auf die schwarze Nachbarin (eine Edelhure) mit Abscheu schauen, und Astrid wie ein Kind zweiter Klasse behandeln.
Erst bei Claire erfährt Astrid die Liebe die sie sich immer von ihrer eigenen Mutter so sehr gewünscht hat. Doch auch Claire hat hinter ihrer Fassade eine Vergangenheit von der sie wieder eingeholt wird.
Alle diese Ereignisse machen Astrid immer stärker, auch wenn sie dies nicht wahrnimmt. Für sie gilt es nur von Tag zu Tag zu überleben, ihrer wertlosen Existenz einfach keine Bedeutung zu schenken. Schließlich gehört sie nicht zu den Menschen die etwas Großes schaffen. Dabei bemerkt sie nicht wie wichtig sie auch für andere Menschen wird.
Sie wird so stark, dass sie sich sogar ihrer eigenen Vergangenheit zuwenden kann und etwas ans Licht befördert woran sie nicht im entferntesten dachte.
Die Sprache die Jane Fitch verwendet steht eigentlich im krassen Gegensatz zur bitteren Geschichte. Die Sprache ist voller Poesie und Metahpern. Die Beschreibung von Gemälden, der Natur, von Farben und Düften lassen einen förmlich in das Buch eintauchen, und das alles ohne jemals kitschig zu wirken.
Ein wunderschönes Buch welches ich ohne Vorbehalte empfehlen kann.

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