Mittsommermord – Henning Mankell

Kurzbeschreibung:
„Es war der ideale  Ort für ihre Mittsommernachtsfeier: Er lag in einer Senke. Darum herum wuchs dichtes Gebüsch. Sie hätten keine besser Stelle wählen können. Weder für ihre eigenen Zwecke noch für seine.“
 Ein Mörder, der den Anblick junger, glücklicher Menschen nicht erträgt. Ein ermordeter Kollege Wallanders. Ein Kommissar, der noch nie so einsam, so verzweifelt, so sympathisch war.
Quelle: Klappentext

Mittsommermord ist das erste Buch welches ich von Mankell lese. Anfänglich wollte ich die Fälle Wallanders der Reihe nach lesen, doch man hat mir versicht, dass man alle Bücher auch so einzeln und kreuz und quer lesen kann da sie sich nicht aufeinander beziehen. Und so habe ich mir als erstes Buch Mittsommermord geschnappt, und ich kann es gleich vorweg nehmen, dass es mir gut gefallen hat.
Mittsommermord ist ein typischer Kriminalroman, der trotz der vielen Todesfälle (es sind acht an der Zahl) nicht auf Schockmoment setzt und trotzdem Spannung erzeugt.
Am Anfang stehen drei verschwunde Jugendliche, die sich angeblich einfach abgesetzt haben und durch Europa reisen. Doch eine Mutter hegt den Verdacht, dass etwas pasiert ist und die eintreffenden Ansichtskarten gefälscht sind.
Und dann findet Wallander seinen Kollegen Svedberg erschossen in seiner Wohnung auf, und dazu ein Foto von einer geheimnisvollen Frau. Kurze Zeit später werden auch die drei verschwunden Jugendlichen tot aufgefunden, und Wallander bekommt immer mehr Bestätigungen, dass beide Fälle zusammenhängen.
Doch Wallander und seine Kollegen tappen fast völlig im dunkeln was die Suche nach dem Mörder angeht.  Der Täter hinterlässt so gut wie keine Spuren und plant seine Taten akkurat im vorraus.
Er scheint sogar die größten Geheimnisse seiner Opfer zu kennen, doch wie gelangt der Täter zu diesem Wissen? Und vor allem wieso musste sein Kollege und Freund Svedberg sterben?
Im laufe der Zeit und mit Fortgang der Ermittlungen erkennt Wallander wie wenig er eigentlich von Svedberg wusste, obwohl er ihn als Freund bezeichnete.  Außerem kommen ihm Zweifel ob seine Arbeit als Polizist überhaupt noch einen Sinn macht, angesichts des Zerfalls der Gesellschaft und seiner angeschlagenen Gesundheit.
Besonders beeindruckt hat mich der unaufgeregte Schreibstils Mankells. Mankell bietet keine Schockmomente indem er brutale Szenen genaustens beschreibt sondern sorgt  auf andere Art und Weise für Gänsehaut. Zudem kommen die Gefühle von Wallander und seinem Team. Die Trauer über den Verlust von Svedberg, die Hoffnungslosigkeit weil man mit den Ermittlungen nicht vorankommt. Der Zweifel ob es überhaupt noch einen Sinn macht als Poizeibeamte zu arbeiten, wenn die Verbrechen immer häufiger geschehen und immer brutaler werden.
Man hat das Gefühl, als würde man selbst dabeisitzen wenn Wallander und sein Team ermitteln, und man selbst rätselt mit wer der Täter ist und wie man ihn schnappen könnte.
Ein wunderbarer Kriminalroman der mich dazu bringt, bei Gelegenheit noch zu dem ein oder anderen Buch von Mankell zu greifen.

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