Kabale und Liebe – Friedrich Schiller

Schillers Stück beruht ganz auf seiner eigenen Erfindung. Es ist mit entstanden aus der Empörung gegen den Herzog Karl Eugen und aus der tiefen Einsicht in die Unmoral vieler Regenten seiner Zeit. Das Bewußtsein der Kluft zwischen Adel und Bürgertum wurde dem Dichter gerade damals durch eine Neigung zu Lotte von Wolzogen schmerzlich eingeprägt. All dies verlieh ihm die Sprache zu diesem Stück, dem ersten sozialen Drama der deutschen Literatur.
Quelle: Amazon.de

Ein Klassiker der deutschen Literatur, der zeigt wie wunderbar deutsche Sprache sein kann wenn man sie richtig einsetzt.
Aus heutiger Sicht eine nette Geschichte die ein wenig wie Shakespeares Romeo und Julia wirkt, doch zu Zeiten Schillers politischen Sprengstoff. Durch Erfahrungen am Hofe Karl Eugens brandmarkt er die Adeligen als verschwendungssüchtigen und amoralischen Stand in der Gesellschaft die ihre Macht durch Willkürherrschaft sichert.
Das ganze ist verpackt in einer Liebesgeschichte zwischen Ferdinand, dem Sohn des Präsidenten von Walter, und der bürgerlichen Luise.
Natürlich ist Präsident von Walter über diese Liebe sehr unglücklich und so setzt er alle Hebel in Bewegung um dieses Bündnis zu zerstören. Dabei schreckt er vor nichts zurück.
Anfänglich muss man sich zwar etwas an die altmodische Sprache gewöhnen, und es gibt auch das ein oder andere Wort welches heute nicht mehr wirklich in Gebrauch ist (z.B. Kabale). Nachdem man sich eingewöhnt hat, kann man dann aber erleben, zu welcher Poesie die deutsche Sprache taugt.
Schade, dass solche Klassiker immer mehr in Vergessenheit geraten oder weniger bekannt sind als z.B. Werke von Shakespeare. Schiller muss sich jedenfalls nicht hinter dem englischen Genie verstecken.

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