Tintenherz – Cornelia Funke

Kurzbeschreibung: Meggie lebt mit ihrem Vater Mo, einem „Bücherarzt“, in einem alten Haus. Da steht eines Nachts ein merkwürdiger Mann vor der Tür. Er warnt Mo vor jemandem namens Capricorn. Bei Nacht und Nebel fliehen die drei, und nach und nach findet Meggie heraus, dass ihr Vater allerlei Geheimnisse vor ihr verbirgt. Wieso hat er sich zum Beispiel immer geweigert, ihr vorzulesen? Und was ist mit Meggies Mutter wirklich geschehen, die vor vielen Jahren verschwand?
Meggie bekommt erste Antworten, als sie vom grausamen Capricorn gefangen genommen werden. Er tut alles, um von Mo das Buch „Tintenherz“ zu bekommen. Denn Capricorn selbst — und nicht nur er — ist aus diesem Buch in unsere Welt gekommen, „herausgelesen“ von Mo. Ein Albtraum wird lebendig, ein Buch erwacht zum Leben. Und Meggie wird zum Angelpunkt eines dunklen Kampfes zwischen Realität und allzu realer Fiktion.
Quelle: Amazon.de

Cornelia Funke ist wohl einer der bekanntesten Jugendbuchautorinnen in Deutschland. Und auch mit der Trilogie rund um Tintenherz hat sie wieder einen großen Erfolg erzielen können. Das Buch ist sehr schön gestaltet und enthält kleine Zeichnungen und Auszüge aus anderen Literaturklassikern zum Kapitelbeginn.
Die Kurzbeschreibung lässt doch mehr Spannung erwarten, als beim lesen tatsächlich aufkommt. Zumindest erwachsene Leser werden bei der Lektüre wohl nicht vor Nervosität auf den Fingernägeln kauen 😉
Von daher sollte man nicht vergessen, dass es sich um ein Jugendbuch handelt.
Merkwürdigerweise ist die Geschichte am Anfang des Buch doch viel mysteriöser und spannender als gegen Ende, welches doch mehr als absehbar ist.
Was mich jedoch am meisten verwundert hat ist, dass das Buch nicht viel mehr auf die mysteriöse Fantasywelt von Tintenherz eingeht. Stattdessen dreht sich die Geschichte ausschließlich um die Suche nach den restlichen Büchern von Tintenherz und dem Zusammentreffen mit Capricorn in der hiesigen Welt. Aber vielleicht wird sich das in den anderen Bänden der Trilogie ja noch ändern.
Auch die Charaktere sind eher einfach gehalten wenn man mal von Staubfinger absieht. Dieser pendelt zwischen gut und böse hin und her und ist meist undurchschaubar. Damit ist er mit Abstand der vielschichtige Charakter in dieser Geschichte und sorgt für etwas Überraschung.
So bleibt bei mir ein gespaltener Eindruck von diesem Buch. Ein wirklich sehr gutes Jugendbuch, da es auch sprachlich wunderbar geschrieben ist. Eine große Abenteuer- oder Fantasygeschichte ist es allerdings nicht. Ich hoffe die folgenden Bände gehen dann doch etwas mehr in Richtung Fantasy.

0 Gedanken zu “Tintenherz – Cornelia Funke

  1. Wenn Du Tintenherz allein betrachtest, ist Deine Einschätzung gut nachvollziehbar, allerdings ist es halt Teil einer mehrbändigen Geschichte, die sich erst nach und nach entblättert. Viele Aspekte der Tintenwelt kommen im zweiten Buch heraus und das finde ich sehr bezaubernd. 🙂

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