Die Kunst des Feldspiels – Chad Harbach

Kurzbeschreibung: Der Gott des Spiels hat Henry Skrimshander ein Geschenk in die Wiege gelegt: Der schmächtige, unscheinbare Junge aus der Provinz ist das größte Baseball-Talent seit Jahrzehnten. Als er in die Mannschaft des Westish College aufgenommen wird, scheint sein Aufstieg in den Olymp vorprogrammiert. Monatelang macht er nicht einen Fehler. Doch dann geht ein Routinewurf auf fatale Weise daneben und die Schicksale von fünf Menschen werden untrennbar miteinander verknüpft.
Henry hat einen neuen Gegner: den Selbstzweifel. Sein Mentor Mike Schwartz macht die bittere Erfahrung, dass er Henry zuliebe sich selbst vergessen hat. Henrys schwuler Mitbewohner Owen muss sich von einem herben Schlag erholen. Rektor Affenlight lernt spät im Leben die wahre Liebe kennen und schlittert in eine gefährliche Affäre. Und seine Tochter Pella flieht vor ihrem Mann nach Westish um auf dem Campus mehr als nur Sex zu finden.
Während das dramatische Endspiel unerbittlich näher rückt, sind sie alle gezwungen, sich mit ihren tiefsten Wünschen und Abgründen auseinanderzusetzen. Am Ende wird einer von ihnen gleich zweimal bestattet, und die Leben der anderen werden nie mehr dieselben sein.
Quelle: Amazon.de

Wieso sollte man einen Roman eines bis dahin völlig unbekannten Autors lesen, bei dem es sich um ein Collegeroman handelt und sich die Geschichte um Baseball dreht? Für mich gab es eigentlich nur einen Grund, und das war die Empfehlung von Denis Scheck. In seiner TV-Sendung war er so begeistert, dass ich es mir einfach nicht entgehen lassen wollte. Und ok, Baseball ist für mich jetzt auch keine Abschreckung 😉
Aber um das gleich vorweg zu sagen. Man muss sich nicht mit Baseball auskennen um trotzdem Freude an dem Buch und der Geschichte zu haben.
Denn auch wenn es sich im Grundsatz um den begabten Collegespieler Skrimhander geht, so ist Baseball doch nur eine Nebensache bzw. so wie Harbach das Spiel erklärt ist es selbst für völligen Laien verständlich. Harbach webt die Geschichte der oben genannten Protagonisten zusammen und erzählt mit einer solchen Leichtigkeit, dass es schwer ist das Buch überhaupt zur Seite zu legen. Im laufe der knapp über 600 Seiten lernt man die Charaktere kennen und meint fast sie wären real.
Und auch wenn doch einiges über Baseball geschrieben wird, habe ich dies wohl eher unbewusst aufgenommen. Man fiebert vielmehr mit den Charakteren mit und hofft, dass sie ihre Ängste und Probleme überwinden können. Man ersehnt sich förmlich ein Happy End herbei, so sehr wachsen einem die Figuren ans Herz. Für mich ist „Die Kunst des Feldspiels“ neben „Im Schatten des Windes“ das beste Buch welches ich die letzten zwei Jahre gelesen habe.

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