liegen lernen – Frank Goosen

Kurzbeschreibung:Helmut ist 16 Jahre alt, besucht die Oberstufe eines Gymnasiums, hat Freunde, aber keine Freundin, Eltern, die nicht miteinander reden und eine Mutter, die immer nur wissen möchte, was er eigentlich will. Vom Leben, zum Beispiel. Wenn er das nur selbst so genau wüßte. Seine lakonische Selbsteinschätzung – drogenabstinenter, hetereosexueller Nichtdemonstrierer.
Quelle: goodreads.com

Das vorerst letzte Buch aus meiner Frank Goosen Liste habe ich nun auch durch. Bisher war ich sehr begeistert von Goosen, da er es einfach schafft die Alltäglichkeiten die wahrscheinlich jeder so oder so ähnlich selbst schon erlebt hat in seine Geschichten einzubinden.
Mit Ausnahme von Raketenmänner liebe ich seine Bücher und auch „liegen lernen“ gehört dazu.
Das Buch ist in einer klaren Sprache verfasst und beim lesen kommen einen zwangsweise eigene Erinnerungen hoch. Ich denke das passiert allen die einem ähnlichen Jahrgang von Goosen angehören was auch genau das „Erfolgsrezept“ der Bücher ist. Denn Goosen erfindet keine Geschichten sondern er erzählt aus der Realität was auch dazu führt, dass es nicht immer ein Happy End gibt.
Das Buch beschreibt das Aufwachsen eines „Durchschnittstypen“ in der Mittelschicht und deswegen können sich so viele mit dieser Geschichte identifizieren. Der Hauptcharakter Helmut findet seine erste große Liebe Britta, und macht für sie viele Dinge die ihn sonst gar nicht interessieren würden. So engagiert er sich in der Nicaragua-Gruppe nur um seiner Liebe nah zu sein. Für Helmut scheint alles perfekt zu sein bis Britta zu einem Auslandsjahr in die USA geht. Auch so eine Sache die in den 80er sehr häufig vorkam.
Helmut sucht nun nach einer neuen Beziehung weil dies sich ja schließlich so gehört. Und so ist er mit einer Reihe von Frauen zusammen ohne wirklich den Grund dafür zu kennen. Denn keine sind so wie Britta.
Alles läuft eigentlich darauf zu, dass er so wird wie seine Eltern. Als sich dann seine Eltern trennen wirft das auch Helmut endgültig aus der Bahn. mit „liegen lernen“ hat Goosen das deutsche „High Fidelity“ geschrieben weswegen ich es uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
Es ist teilweise wie eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit.

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