4321 – Paul Auster

Kurzbeschreibung: Archibald Ferguson heißt der jugendliche Held von Paul Austers neuestem Roman, und er kommt darin gleich viermal vor – in vier raffiniert verwobenen Variationen seines Lebens, ganz nach dem Motto: Was wäre geschehen, wenn …?
So entwirft Auster ein grandioses, episches Porträt der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Amerika, voller Abenteuer, Liebe, Lebenskämpfe und den Schlägen eines unberechenbaren Schicksals. «4 3 2 1» ist ein faszinierendes, ein überwältigendes Gedankenspiel und ein Höhepunkt in Austers Schaffen. Quelle: Amazon

Ein Buch mit dem ich wirklich zu ringen hatte, und immer noch nicht wirklich weiß wie ich es bewerten soll. Ich hatte es mir zugelegt, da ich viel Gutes über das Buch gehört und das Thema sehr spannend finde. Es kam ein 1274 Seiten starkes Buch, was aber nicht verwundert wenn man eine Lebensgeschichte in vier Ausführungen erzählt. So wird jedes Kapitel in vier verschiedenen Ausführungen erzählt bei denen sich die Leben des Protagonisten Archi immer weiter auseinander dividieren und zu unterschiedlichsten Persönlichkeiten entwickeln. Das wird sprachlich großartig beschrieben wenn auch manchmal etwas langatmig. Bei einem kürzeren Buch finde ich es toll wenn man sprachlich so ausgefeilt schreibt. Hier ist es dann aber etwas störend weil es sich anfühlt als würde man in der Story nicht wirklich weiterkommen wenn der Austen zum Beispiel die unzähligen fiktiven Tennispaarungen die Archi mit seinem Freund einfallen aufzählt.

Und auch gerade der Anfang des Buches in dem aus Archis Kindersicht seine Umgebung beschrieben wird, aber sprachlich eben so fein und erwachsen, da es ja vom Autor kommt, wirkte auf mich sehr merkwürdig. So fand ich gerade die ersten Kapitel eher zäh und haben mich auch nicht wirklich gepackt. Auch das „Setting“ in der Künstlerbubble fand ich eher merkwürdig und ich konnte damit auch weder etwas assoziieren noch fand ich es interessant. Auch die homoerotischen Teile waren so gar nicht meins. Da hätten mir auch weniger sprachliche Details gereicht.

Erst gegen Ende als die Themen Vietnamkrieg, Rassenunruhen aufkamen und wie sich die Archis da verhalten haben fand ich besser. Im großen hat mich das Buch, auch wenn es ja als absolutes Meisterwerk gefeiert wird, nicht gepackt. Obwohl ich die Idee der vier verschiedenen Leben sehr spannend finde. So ist es zwar unbestritten ein sprachliches Meisterwerk, aber das Buch hat mich dann doch einfach nicht einfangen können.


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