The Libertines, dto

So, die aktuelle Review zu einer schon etwas älteren Platte.
Würde mir mal wieder ein Album der Band wünschen.
3 Sterne

The Libertines, dto
Es schien wie eine Erfolgsstory einer Indieband: Carl Barat und Pete Doherty, zwei befreundete Jungs aus London, gründeten die „Libertines“ und wurden promt von einem der berühmtesten Indielabel Englands entdeckt – Rough Trade. Das Debutalbum „Up The Bracket“ löst daraufhin überall Entzückung aus. Das zweite Album ist in Arbeit.

Doch dann war alles doch nicht mehr so rosig. Carl Barat sieht sich plötzlich vor einem Problem: Sein Freund und Partner Pete Doherty ist heroinabhängig. Er bricht bei ihm zu Hause ein, und wandert erst mal eine Weile ins Gefängnis. Trotzdem gibt Carl nicht auf. Während Pete seine Zeit absitzt, entschließt er sich weiterzumachen. Als Pete entlassen wird, will er sich ändern, eine Entziehungskur machen, und zu den Libertines zurückkehren. Doch dann geht alles wieder von vorn los. Die Sucht, die Streitereien. Im Studio, wo das zweite Album schon auf vollen Touren aufgenommen wird. Fünf Tage hält Pete es im Studio aus. Dann ist er wieder weg, und bei seinen Drogen. Eine Entziehungskur in Thailand bricht er vorzeitig ab.

Trotzdem entstand ein Album, was sich hören lassen kann. „The Libertines“ ist eine Weiterentwicklung, eine Verfeinerung von „Up The Bracket“. Es klingt immer noch schrebbelig und nach altem Punkrock á la Clash und Sex Pistols, aber man findet auch 60er angehauchte Stücke wie das grandiose „What Katie Did“ oder auch „Music When The Lights Go Out“.

Eine gelungene Mischung aus britischem Indiekrach und einer Homage an alte Helden. Und eine erfolgreiche dazu: Die erste Single „Can´t Stand Me Now“ landete sofort auf Platz der Britischen Charts. Aber was bringt das alles den Libertines? Die wissen bis jetzt noch nicht wirklich, was sie tun wollen, wo die Zukunft ist. Auf die Frage, was Carl denn nun macht, wenn Pete sich nicht bald wieder einkriegt zuckt er nur die Achseln: „Irgendwie muß es weitergehen“, sagt er traurig, „nur wie weiß ich nicht.“ Das war im Jahr 2004, und auch jetzt erzeugt Pete eher durch Skandale Aufmerksamkeit.

Dieses Album, genau wie die Songs die er mit den Bambyshables eingespielt hat zeigen, dass Pete zu den besten Songwritern seiner Zunft gehört. Es wäre schön wenn wir wieder weniger von den Skandalen und mehr über seine musikalisches Schaffen hören würden.

Anspieltips:
„When Katie did“
„Music When The lights Go Out“
„Road To Ruin“

Tracks
1. CanÂ’t Stand Me Now
2. Last Post On The Bugle
3. DonÂ’t Be Shy
4. The Man Who Would Be King
5. Music When The Lights Go Out
6. Narcissist
7. The Ha Ha Wall
8. Arbeit Macht Frei
9. Campaign Of Hate
10. What Katie Did
11. Tomblands
12. The Saga
13. Road To Ruin
14. What Became Of The Likely Lads

Weitere Informationen
Veröffentlichungsdatum (Deutschland): 30.08.2004
Genre: Alternativ, Rock

Andreas -myFanbase.de-

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