Loveparade endgültig abgesagt

Die Loveparde, die dieses Jahr in Bochum stattfinden sollte, ist nun endgültig abgesagt worden. Auch die noch eilig ins Gespräch gebrachten Alternativen, z.B. die Loveparade auf der A40 stattfinden zu lassen, sind gescheitert.
Als Gründe werden die mangelnden Kapazitäten des Hauptbahnhofs, das fehlen eines großen Platzes für die Abschlußkundgebung, sowie das fehlen einer geeigneten Route genannt.
Generell sind diese Gründe auch nachvollziehbar, doch dies hätte dem Rat, und auch der Oberbürgermeisterin Frau Ottilie Scholz, schon vorher klar sein müssen.
Ich hatte mich schon seid Bekanntgabe, dass die Loveparade in Bochum stattfinden soll, gefragt wo und wie das gelingen soll.
Zudem erhält man zwar kurzfristig große Aufmerksamkeit, doch ob es das Wert ist. Denn zuallererst Kostet die Loveparade den Ausrichtern eine Menge Geld welches der Bochumer Haushalt eigentlich nicht zur Verfügung hat.
Doch wie schon erwähnt hätte dies alles den Ratsmitgliedern bereits bekannt sein müssen, und sie hätten sich dann gar nicht erst für die Ausrichtung eines solchen Events bewerben dürfen. Eine so kurzfristige Absage wirft ein schlechtes Bild auf Bochum und setzt die Peinlichkeiten des Bochumer Rats weiter fort.
Vom Crossboarding Geschäft mit dem amerikanischen Versicherungsriesen AIG, welches der Stadt viel Geld kostet, über die gefloppten Imagekampagne „Bochum macht jung“, zur Schließung des Traditionsgymnasiums am Ostring, bis zur Absage der Loveparade zeigt sich die Unfähigkeit dieses Stadtrats.
Neben dem Imageschaden den die Absage der Loveparade für Bochum bringt, zeigt sich auch mal wieder ganz deutlich, dass das Ruhrgebiet nicht die Metropole Ruhr ist wie man es sich immer wünscht. Das Ruhrgebiet ist einfach eine Ansammlung von Kirchtürmen auf engen Raum, und genau diese Politik wird von vielen Stadträten auch betrieben.
Denn hätten die Bochumer Verantwortlichen frühzeitig einen Blick in die Realität geworfen, hätte man die Loveparade zumindestrechtzeitig verlegen können. Das Problem des Hauptbahnhofs ist dem Bochumer Rat schließlich seit August 2008 bekannt. Mit einer frühzeitigen Verlegung hätte man zumindest einen Imageschade für Bochum und für die Metropole Ruhr abwenden können.
Generell habe ich gar nichts gegen eine Absage der Loveparade in Bochum, da ich mit diesem Festival eh nicht viel anfangen kann.
Was mich allerdings betrübt ist, dass Bochum wieder vor aller Öffentlichkeit als Provinznest dasteht. Dies wird Bochum und den Bochumern nicht gerecht, und ich frage mich wie lange die Bürger sich dies von ihrem Stadtrat noch gefallen lassen. Die nächste Kommunalwahl findet jedenfalls im Juni diesen Jahres statt.

0 Gedanken zu “Loveparade endgültig abgesagt

  1. Ich gehe mal davon aus, dass du die Bochumer Stadtregierung nicht im Amt bestätigen willst… und es ist wirklich provinziell, die Loveparade zuerst zu holen und dann wieder abzusagen. In Zürich gibts seit 1992 die Streetparade, und man hätte bestimmt ähnliche Gründe dagegen herbeireden können. Also, nicht dass das meine Liblingsmusik wäre, aber für die internationale Wahrnehmung von Zürich ist dieses Veranstaltung jeden einzelnen Steuerfranken mehr als wert.

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  2. So sehe ich es auch. Zumindest hätte man es sonst frühzeitig an eine andere Stadt im Ruhrgebiet abtreten können. Was den Bochumer Stadtrat angeht. Nun ja ich weiß nicht ob es sonderlich förderlich ist wenn eine Partei mehr als 60 Jahre lang regiert. Mittlerweile herrscht hier ein Filz….

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  3. Na die Gründe sind schon begründet. Der hauptbahnhof in Bochum ist wirklich nicht sehr groß. Allerdings hätte man das von Anfang an wissen können. Dann hätte man die Loveparade ja auch woanders stattfinden lassen können. Na ja, nächstes Jahr findet sie dann ja wieder statt. Ist natürlich ärgerlich für Diejenigen die sich schon darauf gefreut haben.

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