Bürgermeisterwahl

Am Sonntag fand in Freiburg die Wahl zum Oberbürgermeister statt, und das Ergebnis ist doch eine kleine Überraschung. Der langjährige Amtsinhaber von den Grünen Salomon hat nicht nur keine Mehrheit erzielt, sondern liegt auch hinter dem parteilosen Horn zurück.
Horn erreichte 34,7%, Salomon 31,3%
Auf Platz drei liegt Monika Stein mit 26,2%
Da keiner der Kanididaten die absolute Mehrheit erreicht hat, findet nun am 06. Mai ein zweiter Wahlgang statt bei dem dann die einfache Mehrheit reicht.
In den nächsten Tagen wird sich zeigen ob der ein oder andere kandidat auf einen zweiten Wahlgang verzichtet oder ob wieder alle sechs Kandidaten antreten.
Nach 16 Jahren mit dem Grünen Salomon an der Spitze hat man gemerkt, dass etwas in der Luft liegt und 19,2% Verlust sind wohl ein eindeutiges Signal.
Ob die Analyse von Salomon zutreffend ist wie er auf der Wahlveranstaltung der BZ sagt: „Im ersten Wahlgang ein Schuss vor den Bug, im zweiten wird dann richtig gewählt.“ wirklich so passend ist. Auf mich wirkt es eher als ob er es immer noch nicht verstanden hat…
Das ergebnis der Wahl findet ihr hier: Badische Zeitung

Wahl in Freiburg

Nachdem ja seit geraumer Zeit ganz Freiburg mit Plakaten zugepflastert ist bei denen die Kandidaten zur Bürgermeisterwahl für sich werben, habe ich heute auch meine Wahlbenachrichtigung für den 22. April erhalten.
Bis auf die Plakate habe ich aber sonst noch nicht wirklich etwas vom Wahlkampf mitbekommen. Einzig der überparteiliche Kandidat ist mir bisher aufgefallen. Schade, dass wir morgen für das Leistungsabzeichen üben, da der Kandidat morgen direkt hier um die Ecke zu Gesprächen eingeladen hat. Ich muss mich bis zum 22. April aber auf jeden Fall noch mal schlau machen wer für was steht.

Prozessauftakt

Gestern begann der Prozess gegen den Flüchtling Hussein K. vor dem Landgericht in Freiburg. Seine Tat, er hatte damals die Studentin Maria L. vergewaltigt, getötet und in die Dreisam geworfen, hat Freiburg nicht nur geschockt sondern auch verändert. Dies merkt man auch wenn man nun die Kommentare in der Zeitung, bei Facebook usw. zum Prozessbeginn liest. Das Entsetzen welches kurz nach der Tat herrschte ist plötzlich wieder überall zu spüren. Gerade Freiburg was ja schon immer sehr offenherzig ist, kommt nun nicht mehr so unschuldig daher. Und das wegen einer Tat?
Vielleicht nicht so ganz, denn es war mehr als diese Tat. Es hat das Weltbild der Bewohner der Stadt im Mark erschüttert. Hussein K. wurde als jugendlicher, unbegleiteter afghanischer Flüchtling in der Stadt aufgenommen und bei einer Familie aufgenommen und hatte sehr gute Chancen hier ein neues Leben zu beginnen. Doch nun bricht alles zusammen, denn der angebliche Jugendliche ist nach zwei Gutachten 22 Jahre alt. Und mittlerweile ist man sich auch nicht mehr sicher ob es sich bei Hussein überhaupt um einen Afghanen handelt oder doch um einen Iraner.
Hinzu kommt, dass Hussein bereits einen weiteren Mord in Europa verübt hat. In Griechenland saß er wegen Mordes im Gefängnis wurde dort aber aufgrund einen Amnestie freigelassen. Und bereits in Griechenland hat er sein Alter mit 19 angegeben.
Die Tat die er hier in Freiburg verübt hat, sorgt für viel Angst besonders unter jungen Frauen. Auch wenn der Täter geschnappt ist, und auch viel dafür getan wird das Sicherheitsgefühl zu erhöhen in dem die Polizeipräsenz deutlich gesteigert wurde. Es herrscht weiterhin eine angespannte Stimmung.
Freiburg ist tatsächlich anders geworden durch die Tat eines Einzelnen.

Wahlbenachrichtigung & Organspende

So, nachdem ja bereits überall die Plakate zur Bundestagswahl hängen, habe ich auch meine Wahlbenachrichtigung bekommen. Viele machen ja Briefwahl, doch ich ziehe es vor ganz traditionell ins Wahllokal zu gehen und dort meine Stimme abzugeben. Das macht das Wählen irgendwie noch bewusster.

Zudem habe ich mal wieder einen Organspendeausweis von meiner Krankenkasse zugeschickt bekommen. Das passiert in regelmäßigen Abständen. Ich weiß gar nicht ob dies eine Pflicht der Krankenkassen ist, finde es aber gut. So kann man sich regelmäßig noch einmal Gedanken darüber machen was man genau möchte und immer ein aktuelles Exemplar mit sich führen. Denn einen Organspendeausweis sollte wirklich jeder bei sich tragen auch wenn man nicht spenden möchte. Denn auch diese Option kann man ja eintragen. So kommen dann im Extremfall keine Fragen auf.

Nachdenken

Einer meiner liebsten wenn nicht der liebste Kabarettist von mir ist Volker Pispers. Habe ihn vor etlichen Jahren live in Bochum gesehen. Er ist immer noch mit seiner Tour „Bis neulich“ unterwegs die er ständig aktualisiert.
Zum einen ist es unglaublich lustig wie er die Themen rüberbringt, jedoch bleibt einem teilweise das Lachen im Hals stecken.
Auch wenn das Video länger geht ich kann nur empfehlen es sich anzuhören und vielleicht doch über die ein oder andere Sache nachzudenken…

Rede an die Menschheit

Es ist wirklich traurig in was für einer Welt wir leben… Jeden Tag kommt eine Horrornachricht nach der anderen. In der Türkei putscht erst Teile des Militärs und anschließend rächen sich Erdogan und seine Chargen blutig an allen die sie als Gegner betrachten. In Ägypten herrscht nach den demokratischen Aufstand gegen Mubarak wieder eine Militärregierung. Israel und Palästinenser bekämpfen sich immer noch bis aufs Blut und keine Seite ist bereit Frieden zu schließen. In Syrien herrscht noch immer Bürgerkrieg und alle westlichen Mächte mischen fleißig mit um irgendwelche Großmachtansprüche zu untermauern. Die Menschenrechtslage in zahlreichen Ländern ist zum schreien, es herrschen Hungersnöte, Kriege, Bürgerkriege und Terror. 1940 wurde der Film „Der große Diktator“ mit Charlie Chaplin gedreht und am Ende gibt es eine Rede die heute leider immer noch aktuell ist. Und auch wenn ich nicht alles darin unterschreiben würde, so wäre wir ein ganzes Stück weiter wenn, wie in der Abschlußrede gefordert, es wieder mehr Menschlichkeit gäbe….

Bye bye

Großbritannien hat sich entschieden und für einen Austritt aus der EU gestimmt. Und schon hat die Welt ihre nächste große Krise…
Dabei ist der Austritt meiner Meinung nicht so schlimm, schließlich hat sich das Königreich nie zur EU zugehörig gefühlt. Ständig musste man Ausnahmeregelungen für die Insel aushandeln und alles was zu einer weiteren Vertiefung der Staaten innerhalb der EU führen sollte wurde dort kategorisch abgelehnt. Dies ist ja auch völlig okay und das gute Recht der dortigen Bevölkerung und deswegen ist es auch nur folgerichtig, dass Großbritannien die EU verlässt.
Das Volk hat abgestimmt und nun müssen halt alle mit der Entscheidung und den dazugehörigen Konsequenzen leben.
Eigentlich wäre es nur fair wenn in allen Staaten über die Mitgliedschaft in der EU abgestimmt wird, schließlich ist es, was die Nationalstaaten angeht, eine existenzielle Frage.
Alle müssen sich nun einmal endgültig fragen was für ein Europa man haben möchte. Möchte man einfach einen Wirtschaftsraum, oder ein politisch vereintes Europa??
Statt nun wieder in Katastrophenstimmung zu verfallen sollten sich die verantwortlichen der EU lieber die Frage stellen warum das Projekt gemeinsames Europa bei den Bevölkerungen nicht auf Gegenliebe stößt. Es gibt schließlich viele gute Gründe für ein vereinigtes Europa welche auch sicher von vielen Menschen geteilt werden. Doch dazu müsste man die EU grundlegend reformieren und vielleicht ist der Austritt Großbritanniens die Möglichkeit dies anzupacken.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, dass neue Visionen eines Europas in der Zukunft entworfen, und die Maßnahmen getroffen werden.