Wahlbenachrichtigung

So langsam scheint der Wahlkampf doch zu beginnen. Zumindest hängen mittlerweile wieder alle Laternen voll mit Plakaten und selbst bei Youtube bekommt man Parteiwerbung eingespielt. Außerdem habe ich nun auch meine Wahlbenachrichtigung bekommen. Bisher war „mein“ Wahllokal immer beim Seepark, doch diesmal ist es ganz woanders in einer Schule. Keine Ahnung warum dies plötzlich anders ist, aber so ist der Spaziergang zum Wahllokal dann halt etwas länger.

wp-16297275643208368907415770460457.jpg

Afghanistan

Zwanzig Jahre haben Bundeswehr und NGOs versucht Afghanistan irgendwie wieder aufzubauen, nachdem man das Mittelalterregime der Taliban militärisch zerschlagen und das Land in die Steinzeit zurückgebombt hat. Und jetzt verliert man die Arbeit innerhalb einer Woche und unsere Regierung sieht tatenlos zu. Wozu hat man eigentlich die Milliarden Euros in das Land gepumpt ganz zu schweigen von den zahlreichen Toten die es zu verzeichnen gibt? Wenn man es dann so aufgibt, hätte man einfach vor zwanzig Jahren das Land per Luftangriff umflügen können, wie man es ja gemacht hat, und das war es dann. Dann hätte man sich den Rest ersparen können.

Aber wie hieß es immer so schön. Um den Menschen Demokratie, Frauenrechte und Mädchenschulen zu bringen müssen wir da so viel Geld und Einsatz reinstecken. Was ist denn jetzt damit?

Dieser Einsatz war von Anfang an zum scheitern verurteilt. Zum einen war und ist die Bundeswehr alleine gar nicht in der Lage dort zu bestehen und war schon immer auf die US Armee angewiesen, weswegen man ja nun auch nach deren Abzug fluchtartig das Land verlassen hat. Zum anderen werden sich die Afghanen ganz sicher nicht um Mädchenschulen und Demokratie gekümmert haben, denn der Landbevölkerung ging es immer nur ums überleben. Strom und fließend Wasser sind in diesem Land nämlich keine Selbstverständlichkeit. Ganz zu schweigen wie man seinen Lebensunterhalt verdient. Deswegen auch der Schlafmohnanbau den dann selbst die NATO inkl. Deutschland geduldet hat. Und klar gibt es die großen Städte wo sich viel zum Guten verbessert hat, doch auf dem Land. Die NATO konnte ja nicht einmal flächendeckend für Sicherheit sorgen. Und da wundert sich nun die gesammte politische Führung das alles nicht so funktioniert hat wie man es sich vorgestellt hat. So ist das halt wenn man in einer Traumwelt lebt. Alleine schon die Anküdigung am Freitag von Heiko Maas, dass man mit den Evakuierungen am Montag beginnt als die Taliban schon Richtung Kabul marschierten. Hat er gedacht die machen am Wochenende genau wie die deutsche Bürokratie Pause? Und jetzt steht man vor dem Scherebenhaufen den eine Regierung nach der anderen durch Verleugnung der Realität zu verantworten hat. Man ist ohne Plan in den Einsatz reingegangen, weil Deutschland ja angeblich am Hindukusch verteidigt wird, und hat 20 Jahre planlos vor sich hingewerkelt, bevor man sich jetzt fluchtartig verabschiedet hat.

So ist das wenn die Realität zuschlägt. Afghanistan wird damit zum „Failstate“. Das hätte man allerdings auch schon vor 20 Jahren haben können ohne die Toten, und die versenkten Milliarden Euro.

Öffnungen

Seit geraumer Zeit sinken die Inzidenzzahlen hier in Freiburg und auch bundesweit immer weiter. Daher kommen nun die ersten Öffnungsschritte und das Leben kehrt zurück in die Städte, Restaurants usw.

Überall herrscht eine neue Leichtigkeit, und die Menschen erfreuen sich am ganz normalen Leben. Klar gibt es immer noch die ein oder andere Einschränkung, aber im großen und ganzen. Und wenn hier schon alle so erleichtert sind, kann man sich vielleicht ein wenig in die Menschen in Italien, Spanien und anderswo hineinversetzen bei denen der Lockdown noch deutlich härter war als bei uns. Klar man muss nicht mit allen Maßnahmen der Regierung einverstanden sein die im Rahmen der Pandemiebekämpfung getroffen wurde, doch Deutschland deswegen als Diktatur und ähnlichem zu bezeichnen….

Ich hoffe die Menschen in Deutschland die sich jetzt über die Öffnungen freuen lernen wieder zu schätzen in was für einem freien Land wir leben und wie gut es uns geht. Das ist nämlich bei weitem keine Selbstverständlichkeit. Denn unser „Lockdown“ ist nicht annähernd so hart wie anderswo. Ganz zu schweigen wie es Menschen geht, die in Weißrussland, Hongkong, Russland, Myamar und anderen Staaten leben in denen man eben nicht frei leben und seine Meinung äußern kann wie bei uns.

Wahlbenachrichtigung

wp-16125409684813260916417088528985.jpgIch wusste zwar, dass die Landtagswahl in Baden-Würtemberg ansteht, doch wann genau hatte ich irgendwie noch nicht auf dem Schirm. Zumindest bis heute bereits die Wahlbenachrichtigung im Briefkasten lag, mit dem datum 14. März. Ist irgendwie merkwürdig weil man bisher noch nicht wirklich etwas vom Wahlkampf mitbekommen hat. Zumindest ich nicht. Und die ersten wahlplakate wurden auch erst ich glaube diese Woche aufgehangen. Ob es wirklich eine heiße Wahlkampfphase geben wird halte ich nicht nur wegen Corona für eher unwahrscheinlich. Die Grünen liegen nach Umfragen komfortabel vor der CDU, von der Opposition ist eher gar nichts zu erwarten. Dort balgen sich AFD (10%), SPD (11%) und FDP (9%) um Platz 3.

Corona

Ja, es ist wirklich kein ganz ungefährlicher Virus. Aber was mittlerweile für eine Panik in Deutschland gemacht wird, ist auch nicht mehr normal.
Bei einer Firma herrschte heute für Kurierdienst- und Sepeditionsfahrer ein Verbot zum betreten der Firma aus Angst vor Corona.
Eine andere Firma hat alle französischen Angestellten für zwei Wochen nach Hause geschickt.
Und dann noch die zahlreichen Menschen die alles an Toilettenpapier, Nudeln und Mehl wegkaufen. Also ernsthaft das ist ja schon mehr als nur lächerlich.
Klar ist das Virus gefährlich wenn man gesundheitlich angeschlagen ist, doch als völlig gesunder Mensch wird man es schon überstehen, wenn man sich überhaupt damit infiziert.
Ich persönlich gehe davon aus, dass wir nach der Vogelgrippe, der Schweinepest, BSE, und dem Jahr 2000 auch diese „Katastrophe“ überleben werden.
Und falls doch nicht, helfen einem Toilettenpapier, Nudeln und Mehl auch nicht so viel weiter.

Wahlen

Nächste Woche Sonntag findet neben der Wahl zum Europaparlament auch die Wahl des Gemeinderats in Freiburg statt.
Die Wahlbenachrichtung kam ja bereits vor einiger Zeit, und heute kam dann auch der Stimmzettel für die Gemeinderatswahl. Das dieser schon vorher verschickt wird ist auch eine gute Idee, denn man hat tatsächlich 48 Stimmen die man auf 18 Listen verteilen kann.
Und so bekommt man eine 18 seitige Liste mit allen Kandidaten und darf dort dann seine 48 Stimmen verteilen. Man darf wenn man möchte also ordentlich Kreuze verteilen.
20190518_1106438619871622101946075.jpg

finale Oberbürgermeisterwahl

Nach dem überraschenden Ergebnis (Bürgermeisterwahl) im ersten Wahlgang, erfolgte am Sonntag der zweite Wahlgang. Und auch diesmal gewann der parteilose Horn deutlich vor dem grünen Amtsinhaber Salomon.
Wirklich überraschend fand ich dieses Ergebnis nicht, denn auch die parteilose und von den linken unterstütze Monika Stein trat wieder an und räumte gerade in den „alternativen“ Stadteilen die Stimmen ab die früher bei Salomon landeten.
Und Horn und Stein machte einfach einen besseren Wahlkampf. Sie waren die ganze Zeit über sichtbar und präsent. Man konnte sie häufiger treffen und mit ihnen reden.
So wirkte Salomon noch altbackener, dazu kommt noch seine etwas arrogante und besserwisserische Art.
Und wenn man sich wie Salomon nach der ersten Wahl auch noch hinstellt und sagt, dass dies nur ein Denkzettel war und bei der Stichwahl würden die Menschen dann richtig wählen, frage ich mich ob da jemand in seiner eigenen Realität lebt.
Da half es dann auch nicht mehr, dass man die grüne Prominenz aus Berlin nach Freiburg karrte um das Blatt noch zu wenden. Denn den Freiburger entschieden sich dann lieber für denjeniger der mit einem spricht und vor Ort ist.
Und so kam auch das Ergebnis im zweiten Wahlgang, welches fast identisch mit dem ersten Wahlgang war, auch nicht so überraschend. Außer vielleicht für Herrn Salomon, der nach bekanntgabe der Ergebnisse doch sehr dünnheutig war.

Bürgermeisterwahl

Am Sonntag fand in Freiburg die Wahl zum Oberbürgermeister statt, und das Ergebnis ist doch eine kleine Überraschung. Der langjährige Amtsinhaber von den Grünen Salomon hat nicht nur keine Mehrheit erzielt, sondern liegt auch hinter dem parteilosen Horn zurück.
Horn erreichte 34,7%, Salomon 31,3%
Auf Platz drei liegt Monika Stein mit 26,2%
Da keiner der Kanididaten die absolute Mehrheit erreicht hat, findet nun am 06. Mai ein zweiter Wahlgang statt bei dem dann die einfache Mehrheit reicht.
In den nächsten Tagen wird sich zeigen ob der ein oder andere kandidat auf einen zweiten Wahlgang verzichtet oder ob wieder alle sechs Kandidaten antreten.
Nach 16 Jahren mit dem Grünen Salomon an der Spitze hat man gemerkt, dass etwas in der Luft liegt und 19,2% Verlust sind wohl ein eindeutiges Signal.
Ob die Analyse von Salomon zutreffend ist wie er auf der Wahlveranstaltung der BZ sagt: „Im ersten Wahlgang ein Schuss vor den Bug, im zweiten wird dann richtig gewählt.“ wirklich so passend ist. Auf mich wirkt es eher als ob er es immer noch nicht verstanden hat…
Das ergebnis der Wahl findet ihr hier: Badische Zeitung

Wahl in Freiburg

Nachdem ja seit geraumer Zeit ganz Freiburg mit Plakaten zugepflastert ist bei denen die Kandidaten zur Bürgermeisterwahl für sich werben, habe ich heute auch meine Wahlbenachrichtigung für den 22. April erhalten.
Bis auf die Plakate habe ich aber sonst noch nicht wirklich etwas vom Wahlkampf mitbekommen. Einzig der überparteiliche Kandidat ist mir bisher aufgefallen. Schade, dass wir morgen für das Leistungsabzeichen üben, da der Kandidat morgen direkt hier um die Ecke zu Gesprächen eingeladen hat. Ich muss mich bis zum 22. April aber auf jeden Fall noch mal schlau machen wer für was steht.

Prozessauftakt

Gestern begann der Prozess gegen den Flüchtling Hussein K. vor dem Landgericht in Freiburg. Seine Tat, er hatte damals die Studentin Maria L. vergewaltigt, getötet und in die Dreisam geworfen, hat Freiburg nicht nur geschockt sondern auch verändert. Dies merkt man auch wenn man nun die Kommentare in der Zeitung, bei Facebook usw. zum Prozessbeginn liest. Das Entsetzen welches kurz nach der Tat herrschte ist plötzlich wieder überall zu spüren. Gerade Freiburg was ja schon immer sehr offenherzig ist, kommt nun nicht mehr so unschuldig daher. Und das wegen einer Tat?
Vielleicht nicht so ganz, denn es war mehr als diese Tat. Es hat das Weltbild der Bewohner der Stadt im Mark erschüttert. Hussein K. wurde als jugendlicher, unbegleiteter afghanischer Flüchtling in der Stadt aufgenommen und bei einer Familie aufgenommen und hatte sehr gute Chancen hier ein neues Leben zu beginnen. Doch nun bricht alles zusammen, denn der angebliche Jugendliche ist nach zwei Gutachten 22 Jahre alt. Und mittlerweile ist man sich auch nicht mehr sicher ob es sich bei Hussein überhaupt um einen Afghanen handelt oder doch um einen Iraner.
Hinzu kommt, dass Hussein bereits einen weiteren Mord in Europa verübt hat. In Griechenland saß er wegen Mordes im Gefängnis wurde dort aber aufgrund einen Amnestie freigelassen. Und bereits in Griechenland hat er sein Alter mit 19 angegeben.
Die Tat die er hier in Freiburg verübt hat, sorgt für viel Angst besonders unter jungen Frauen. Auch wenn der Täter geschnappt ist, und auch viel dafür getan wird das Sicherheitsgefühl zu erhöhen in dem die Polizeipräsenz deutlich gesteigert wurde. Es herrscht weiterhin eine angespannte Stimmung.
Freiburg ist tatsächlich anders geworden durch die Tat eines Einzelnen.