die vergessenen Feiertage


Dann wünsche ich Euch allen mal ein fröhliches Halloween, Reformationstag (falls das überhaupt noch jemanden etwas sagt), Samhain oder morgen Allerheiligen.
Auch wenn die meisten gar nicht wissen was Halloween genau ist, bzw. welche Wurzeln es hat und was es bedeutet, so wird es doch immer mehr gefeiert.
Ich habe eigentlich auch nichts dagegen, dass sich Halloween einer immer größeren Beliebtheit erfreut. Schade eigentlich nur, dass dabei die anderen Feste (Reformationstag und Allerheiligen) immer mehr in Vergessenheit geraten.
Das ich als Nichtchrist christliche Feiertage verteidige grenzt zwar schon fast an Schizophrenie, aber es sind halt die Feiertage die unserem Kulturkreis entsprechen.

Geh‘ wählen

Nach der Europawahl, steht morgen die Kommunalwahl in Nordrhein Westfalen, sowie Landtagswahlen im Saarland und in Thüringen an. Und dann ist es auch nur noch wenige Wochen bis zur Bundestagswahl. In diesem Jahr findet als ein wahrer Wahlmarathon statt.
Mittlerweile bin ich es auch leid, dass die Stdt mit sinnfreien Wahlplakaten zugepflastert ist und dieser Zustand auch noch bis zur Bundestagswahl anhält.
Trotzdem werde ich mich am Sonntag auf den Weg zu meinem Wahllokal machen und meine Stimme abgeben, und hoffe, dass dies möglichst viele Menschen machen.
Schließlich können wir froh sein, dass es bei uns die Möglichkeit gibt frei und geheim zu wählen, um darüber zu bestimmen wer uns in den nächsten Jahren regiert. So selbstverständlich ist dies nämlich nicht. Und selbst wenn man es als lästig empfindet sich an einem Sonntag in ein Wahllokal zu schleppen, hat schließlich jeder Wahlberechtige die Möglichkeit per Briefwahl abzustimmen. Jeder hat also die Möglichkeit an den Wahlen teilzunehmen, und sollte dies auch warnehmen. Denn nur wer mitmacht kann auch etwas ändern. Leider gibt es mittlerweile viele Bürger die sich von der Politik nicht mehr vertreten fühlen bzw. enttäuscht sind und aus Protest nicht wählen gehen. Es gibt daher immer mal wieder den Vorschlag eine Wahlpflicht einzuführen, was ich allerdings für völlig unsinnig halte. Die politische Klasse sollte sich stattdessen vielleicht einmal fragen warum manche Bürger auf ihr Recht verzichten, und wie man das wieder ändern kann. Ein Zwang zur Wahl ist da nicht wirklich eine Antwort.  Es ist nämlich nicht so, dass alle Nichtwähler politisch desinteressiert, oder generell demokratiefeindlich sind. Viele haben halt nur Niemanden gefunden von dem sie sich politisch richtig verteten fühlen. Trotzdem sollten auch diese Menschen zur Wahl gehen um aktiv einen Beitrag für die Demokratie leisten. Auch wenn man keine der zahlreichen Parteien und Kandidaten wählen möchte gibt es schließlich immer noch die Möglichkeit seine Stimme ungültig abzugeben.
Denn eins steht auch fest: Unser System der parlamentarischen Demokratie ist das Beste der Welt, und dafür ist es auch nicht zu viel verlangt sich dreimal (in diesem Jahr) aufzuraffen um sein Kreuz zu machen.

Bau des Bochumer Konzerthauses

Der Bau des Bochumer Konzerthauses (siehe damaligen Eintrag: Bochumer Symphoniker), welches die neue Heimspielstätte der Bochumer Symphoniker werden sollte wird nicht wie anfänglich geplant stattfinden.
Eigentlich sollte der Bau rechtzeitig zum großen Ereignis Kulturhauptstadt 2010 fertig sein, doch nun wird die Bauvergabe verschoben. Damit eine rechtzeitige Fertigstellung ausgeschlossen. Grund dafür ist der desolate Haushalt der Stadt Bochum, der alleine in diesem Jahr einen Verust von 132 Millionen Euro aufweist. Daher wird Bochum nun an der langen Leine von Arnsberg gehalten, zudem musste eine Haushaltssperre verhängt werden. Da die Stadt Bochum nun 100 Millionen Euro jährlich einsparen muss, ist es nicht mehr möglich die für den Bau zugesagten 15 Millionen Euro aufzubringen, genau wie die Folgekosten von 1,6 Millionen Euro im Jahr.
Eigentlich sehr schade, da die Bochumer Symphoniker es durchaus verdient hätten eine würdige Spielstätte zu erhalten. Auf der anderen Seite ist es den Bürgern aber auch nicht zu vermitteln, dass man für den Bau des Gebäudes Unsummen investiert, während man bei vielen anderen Dingen Abstriche hinnehmen muss. Aber egal wie man zum Bau des Konzerthauses auch steht. Nach der Absage der Loveparade in Bochum ist dies wieder einmal keine Glanzleistung die der Bochumer Stadtrat da hingelegt hat. Wieder einmal wird ein großes Projekt nicht umgesetzt, weil die Verantwortlichen sich nicht rechtzeitig mit den Realitäten auseinandergesetzt haben.

Wahl zum Europäischen Parlament

Heute finden mal wieder die Wahlen zum europäischen Parlament statt, und ich bin gespannt wie hoch die Wahlbeteiligung diesmal ist. Leider steht ja wieder zu befürchten, dass es weniger Wähler als bei der letzen Wahl sein werden. Das liegt vor allem daran, dass sich die Menschen immer weniger mit der Europäischen Union identifizieren können. Brüssel wird als bürgerfernes Bürokratiemonster wahrgenommen. Leider muss man die zahlreiche Kritik, die über die EU geäußert wird, nicht nur zur Kenntniss nehmen, sondern leider trifft sie auch häufig genug zu. Dabei gehört die Schaffung der Europäischen Union zu den großartigen Ereignissen und Visionen für die Zukunft. Doch leider ist diese große Version von einem geeinten und friedlichen Europa im laufe der Jahre im Sumpf der Bürokratie untergegangen.  Und so hat man das Gefühl, dass sich die EU vom geeinten Europa der Nationen entfernt und sich lieber um Normen für den Krümmungswinkel von Gruken kümmert.
Auch die jeweiligen Regierungen der Mitgliedsstaaten nutzen die Eu häufig als Ausrede um von eigenen Versämnissen abzulenken. Und auch die Parteien haben die EU, und gerade dort das Parlament, sträflich missachtet. So hat man ja gerne die Politiker, die hier nicht mehr zu gebrauchen waren, nach Brüssel entsorgt. Das alles führt einfach dazu, dass sich auch die Bürger nicht wirklich dafür interessieren.
Der größte Fehler aus meiner Sicht ist allerdings die ständige Erweiterung der EU. So werden immer mehr Staaten aufgenommen, die in der EU nicht die große Vision eines geeinten Europas sehen, sondern nur einen Markt. Nach dem Motto, die Vorteile der EU nehmen wir gerne mit, aber ansonsten bleiben wir lieber beim nationalstaatlichen Denken. Und so kommen nur noch Komprisse zustande die den kleinsten gemeinsamen Nenner bilden, und keine große Entwürfe für die Zukunft Europas. Europa braucht neue Visionen für die Zukunft, d.h. man braucht eine europäische Verfassung, die die Werten der Völker Europas wiederspiegelt wie z.B die ersten 5 Artikel in unserem Grundgesetz.  Eine solche europäische Verfassung muss dann natürlich auch durch die Bürger legitimiert wird, denn nur so erreicht man, dass sich die Menschen damit identifizieren können. Zudem muss Europa demokratischer werden, d.h das Parlament benötigt mehr Rechte bzw. die Aufgaben innerhalb der EU müssen anders verteilt werden. Zudem sollte die politische Einigung Europas deutlichen Vorrang vor Erweiterungen haben. Man könnte jetzt noch stundenlang weiterschreiben was man noch alles ändern bzw. verbessern muss. Aber eins steht fest. Europa muss eine Herzenangelegenheit der Menschen werden, mit denen sie sich genauso identifizieren können wie mit ihren eigenen Nation. Denn nur so hat Europa eine Chance.
Genau deswegen sollte auch jeder seine Chance nutzen und seine Stimme bei der heutigen Wahl abgeben. Denn nur wer wählt kann mitbestimmen. Nicht wählen und nur meckern hilft jedenfalls überhaupt nicht.

60 Jahre Grundgesetz

Habe gerade ganz gespannt die Wahl zum Bundespräsidenten verfolgt. Am Ende ist es doch so ausgegangen wie ich es vorher vermutet habe, und Horst Köhler kann weitere fünf Jahre im Amt bleiben. Eine gute Sache, schließlich spricht sich ein Großteil aller Deutschen dafür aus. Ich hätte es schon als merkwürdig empfunden wenn man einen so beliebten Präsidenten abgewählt hätte, und dies aus reinen machttaktischen Gründen.
Neben diesem guten Ergebnis für Deutschland wird heute auch der Geburtstag des Grundgesetzes gefeiert, eines der größten Errungenschaften in der deutschen Geschichte.
Dieses Grundgesetz ermöglicht es uns hier in Frieden und Freiheit zu leben, eine leider nicht oft gewürdigte Tatsache, weil wir sie bereits als Selbstverständlichkeit ansehen.
Doch beim täglichen Anschauen der Nachrichten sollte man sich vielleicht immer wieder bewusst machen, welches Glück wir hier haben.
Eine, wenn nicht die Grundvorrausetzung für dieses angenehme Leben ist das Grundgesetz, dessen 60-jähriges Bestehen heute gefeiert wird.
Die Bürger dürfen stolz darauf sein wie sich Deutschland entwickelt hat.

Artikel 1

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

Artikel 2

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Artikel 3

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Artikel 4

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

Artikel 5

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Alleine wenn man sich diese ersten fünf Artikel aus dem Grundgesetz durchliest sollte man doch Gänsehaut bekommen. Zahlreiche Menschen haben ihr Leben dafür gegeben, um uns ein Leben in dieser Freiheit zu ermöglichen.
Und überall auf der Welt sterben heute Menschen, weil sie die für uns so selbstverständlichen Rechte fordern.
Damit Deutschland auch weiterhin ein Land der Freiheit bleibt, ist es wichtig, dass die Bürger sich aktiv für diese Freiheit einsetzen und z.B. zur Wahl gehen.
Am 7.Juni ist wieder eine wichtige Wahl, denn dann finden die Wahlen zum europäischen Parlament statt.
Auch dies (die Europäische Union) ist ein wichtiger Bestandteil für ein friedliches und freiheitliches Zusammenleben der Völker in Europa. Und auch wenn man vieles an der Europäischen Union kritisieren kann, so sollte man den Umstand bedenken, dass es erst mit dieser Union dazu kommen konnte, dass aus rivalisierenden und verfeindeten Nachbarstaaten nun Freunde geworden sind.
Und so hoffe ich, dass auch in sechszig Jahren noch der Geburtstag unsereres Grundgesetzes gefeiert wird, und wir weiterhin in einem friedlichen und freiheitlichen Europa leben können.

621. Bochumer Maiabendfest

An diesem Wochenende ist es wieder soweit. Das 621. Maiabendfest in Bochum erreicht seinen Höhepunkt, bei dem der Maibaum aus Harpen mit einem feierlichen Umzug abgeholt wird.
Andrere Veranstaltungen rund um das Maiabendfest fanden bereits in den letzten Tagen statt, doch der Höhepunkt wird dann der Umzug am Samstag sein.
Und wieder werden wohl tausende Bochumer die Straßen säumen und sich das Schauspiel ansehen. Der Weg, den die Parade nimmt ist jedenfalls schon seit Tagen vorbereitet. Über den Straßen wehen kleine blau-weiße Fahnengirlanden, und auch an den Häusern wehen prächtige Fahnen in den Bochumer Farben.
Damit ihr euch einen Eindruck machen könnt, hier noch einige Fotos aus dem Vorjahr.

Mehr zu diesem Bochumer Brauch könnt ihr ihr erfahren: Bochumer Maiabendfest

Karneval in Bochum

Während aus Köln täglich neue Nachrichten über die steigende Gewalt beim Karneval kommen, verlief es in Bochum friedlich. Tausende Menschen säumten die Straßen entlang der Umzüge, und auch die Gänsreiter wurden umjubelt.
Rotwang hat einige schöne Fotos vom Karnevalsumzug und den Gänsrreitern geschossen: Fotos von Rotwang
Mehr zu den Gänsreitern findet ihr in einem meiner älteren Beiträge: Gänsereiter
Und auch wenn Bochum nicht wirklich eine Karnevalshochburg ist, so ist doch immer einiges los. Denn neben den Umzügen finden auch noch zahlreiche Karnevalsveranstaltungen in den Stadtteilen statt.

Willkommen zu Hause

Gestern habe ich mir den Spielfilm bei der ARD angesehen, den man nun endlich gesendet hat. Eigentlich sollte dieser Film schon vor Monaten laufen, doch aufgrund aktueller politischer Ereignisse wurde er immer wieder verschoben.

Kurzbeschreibung
Bundeswehrsoldat Ben Winter kehrt aus dem Afghanistan-Einsatz ins friedliche Deidesheim zurück. Weder er noch seine Umgebung sind darauf vorbereitet, dass er von der Friedensmission unsichtbare Wunden mitgebracht hat. Ben hat ein Attentat überlebt und bringt es jetzt nicht fertig, zuzugeben, dass er sich in seinem alten Leben nicht mehr zurechtfindet. Seine Freundin Tine, seine Eltern und Freunde wissen nicht, wie sie mit dem veränderten Ben umgehen sollen. Er ist unberechenbar, sein Schweigen und seine Ausfälle irritieren sie. Unfähig, über seinen Seelenzustand zu reden, isoliert Ben sich immer stärker. Erst durch die Begegnung mit Nachbarin Lona, die seinen prekären Zustand erkennt und ihn mit seinem Trauma konfrontiert, kann er sich eingestehen, dass er Hilfe braucht.
Quelle: TV-Browser

Der Film behandelt ein Thema welches in der deutschen Öffentlichkeit kaum zur Kenntnis genommen wird. Während die deutschen Soldaten immer mehr zur Zielscheibe von Anschlägen werden, und sich die Lage in Afghanistan zuspitzt, redet man hier immer noch von humanitären Einsätzen. Und so weiß die große Mehrheit der Deutschen wohl so gut wie gar nichts wie deutsche Soldaten in Afghanistan leben, was sie dort machen, und vor allem was sie dort aushalten müssen. Dieser Film behandelt ein aktuelles Thema welches in der deutschen Öffentlichkeit leider viel zu kurz kommt. Daher kann man nur hoffen, dass dieser Film seinen Beitrag leistet, um den Angehörigen unserer Streitkräfte die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen. Schließlich leisten sie ihren Dienst dort für uns alle, egal wie man politisch zum Einsatz in Afghanistan oder sonst wo steht.
Amerikanische Filme, die das Thema Kriegsheimkehrer behandeln, kennen wir alle, doch einen Bezug zu deutschen Soldaten ist bisher nie gemacht worden. Dieser Film schließt die Lücke und geht damit weit über die alltägliche Abendunterhaltung hinaus. Wenn auch nicht so spektakulär wie amerikanische Filme, so lässt auch dieser Film seine Zuschauer nachdenklich zurück. Von der Aufmachung des Films hätte ich wohl keine so hohe Bewertung gegeben, doch da das Thema des Films sehr aktuell und zeitlos ist habe ich dem Film trotzdem 4 Sterne in der Bloglist gegeben.

Glückwunsch Amerika

Obama ButtonAmerika hat nun endlich gewählt. Nach dem unendlich erscheinenden Wahlkampf (erst innerparteilich, dann um das Präsidentenamt) gibt es nun endlich ein Ergbnis.
Das Ergebnis wird überall als historisch geschildert da die USA mit Obama nun den ersten farbigen Präsidenten bekommen. Sein Wahlkampfspruch wird als ein Zeichen des Aufbruchs einer neuen Politik in den USA gewertet. Und da viele Menschen in Europa, und auch in Deutschland der derzeitigen US-Regierung nicht gerade positiv gegenüberstehen, ist die Wahl auch hier in Deutschland mit großem Interesse verfolgt worden. Und so gab es eine Sondersendung nach der anderen die sich mit der Wahl in Amerika beschäftigt hat. Ob es wirklich angebracht ist, ausführlicher und zeitintensiver über eine Wahl in den USA zu berichten als es jemals über eine Wahl in Deutschland wurde, befremdet mich allerdings schon ein wenig. Aber das ist ja ein anderes Thema. Und man wird auch noch sehen ob die große Euphorie die hier wegen Obama herrscht gerechtfertig ist. Trotzdem habe ich persönlich auch Obama favorisiert, und ich hoffe er wird ein guter und großer Präsident. In die Geschichte geht er auf jeden Fall ein, schließlich ist er der erste schwarze Präsident der USA. Alleine dafür kann man der amerikanischen Bevölkerung gratulieren, dass es nicht zu einer Wahl zwischen schwarz und weiß kam. Vor allem aber muss man die Amerikaner für ihre Einstellung loben. Denn trotz Wirtschaftskrise, Krieg und eine derzeit desolate Regierung sind sie keinen extremistischen Rattenfängern hinterhergelaufen und wenden sich von der Demokratie ab. Und anstelle von Politikverdrossenheit (wie sie teilweise hier herrscht) sind die Amerikaner aufgestanden, haben sich zur Wahl regestrieren lassen und haben ihre Stimme abgegeben.
Bemerkenswert fand ich eine ältere, schwarze Frau die in einer lange Schlange darauf wartete ihre Stimme abgeben zu können. Sie sagte auf die Frage ob es ihr nichts ausmacht so lange warten zu müssen: „Nein, denn ich stehe hier weil ich ein Recht habe meine Stimme abzugeben. Es ist mir eine Ehre hier stehen zu dürfen.“
Wieder einmal zeigt die amerikanische Bevölkerung wofür die USA stehen indem sie eine Regierung abwählen die das Gegenteil vertritt. Die Rückbesinnung auf alte amerikanische Werte werden mit Obama nun auch wieder den Einzug in das Weiße Haus erhalten.