Körperwelten

Am Donnerstag haben wir die Möglichkeit genutzt und sind in die Innenstadt von Bochum gefahren wo derzeit die Ausstellung Körperwelten stattfindet. Bisher habe ich mich nicht sonderlich für diese Ausstellung interessiert und finde die Diskussionen darüber auch etwas übertrieben. Auch in Bochum gab es den ein oder anderen empörten Aufschrei über diese Ausstellung.
Da die Ausstellung nun aber um die Ecke zu Gast ist haben wir die Möglichkeit dann also genutzt um uns selber ein Bild zu machen. Leider ist dort fotografieren verboten was auch streng überwacht wird und weswegen ich euch jetzt keine Fotos der Exponate präsentieren kann :-/
Der Eintritt liegt für einen Normalzahler bei 18 Euro, dazu kann man sich für 3,50 Euro noch einen Audioguide mitnehmen. Auf diesen haben wir aber verzichtet.
Gleich zu Beginn startet mein bei dem Thema Geburt bei dem man die Präparate menschlicher Föten in den unterschiedlichsten Stadien sehen kann. Diese sehen jedoch sehr künstlich aus, und wirken eher wie Plastikpuppen. Interessant wie schnell sich das menschliche Leben entwickelt und vor allem wie schnell es als Mensch zu erkennen ist. Dies war aber auch der einzige Teil der Ausstellung den ich etwas fragwürdig finde. Wenn sich erwachsene Menschen freiwillig als Spender für diese Ausstellung zur Verfügung stellen und dort dann landen ist es die eine Sache. Aber diese Föten zu sehen finde ich schon etwas merkwürdig.
Anschließend gibt es noch Exponate die sich mit gewissen Krankheiten des Alters, und auch den üblichen Volkskrankheiten widmen. Tatsächlich ist auch das ein oder andere interessante Exponat dabei (mich hat der Vergleich von normalen Knie und Knie mit Arthrose beeindruckt), aber generell hatte ich mir die Ausstellung größer und auch informativer vorgestellt. Deswegen war es ganz nett es einmal gesehen zu haben, doch häufiger muss man es auch nicht haben 😉

Sprachperlen

Ach was ist es nicht herrlich wenn man zu Hause ist und die Menschen dort trifft. Hier im Pott wohnt doch einfach ein anderer Schlag Menschen, und wenn ich ehrlich bin liebe ich es.
Was sind mir in den letzten Tagen wieder Sprachperlen begegnet bei denen ich nur dachte: Ja, hier bin ich zu Hause :yes:
Beim betreten eines Schuhgeschäfts in der Bochumer Innenstadt kam gleich ein Verkäufer auf mich zu und begrüßte mich mit:

Tachchen. Watt kann ich denn für dich tun? Suchste watt bestimmtes oder soll ich mich verziehen?

Aber mein Highlight war bei einem Technikmarkt in der Innenstadt. Ich stehe an der Kasse an der auch ein regal mit Sonderangeboten mit CDs aufgebaut war. Hinter mir stellte sich ein älteres (so um die 70)Ehepaar an. Die Frau deutete auf eine CD von Ina Müller was der Mann mit folgendem Satz quitierte:

Ach geh mir mit der weg. Die Ina Müller is doch auch so eine Heulboje.

Wenn man soetwas hört weiß man einfach, dass man zu Hause ist!

Exzenterhaus

Ach was ist es herrlich wenn man durch die alte Heimat streift, und es viel Neues zu entdecken gibt. Irgendwie scheint man derzeit in ganz Bochum zu buddeln, vor allem in Langendreer.
Aber auch an der Ruhruni wächst der neue Medizinpark immer weiter. Ein Highlight ist aber das Exzenterhaus welches nun endlich steht. Ich hatte bereits im Jahr 2008 über den Bau (Bunkerumbau) berichtet. Jetzt erhebt sich das Gebäude, dessen Sockel ein alter Luftschutzbunker ist, in der Mitte der Universitätsstraße majestätisch in den Himmel. Eine wirklich gelungene Architektur :yes:
Exzenterhaus in Bochum

durchs Bermuda3eck gefuttert

Nachdem mein Lieblingsmensch und ich am Donnerstag Mittag Richtung Heimat aufgebrochen sind, haben wir den Abend mit meinen Eltern verbracht und Neuigkeiten ausgetauscht.
Am Freitag ging es dann in die Bochumer Innenstadt, und auch wenn es mal wieder sehr voll war. Wir haben doch noch einen Platz in unserem Lieblingscafe bekommen und einen Cappuccino und einen frischen Minztee genossen. Das Cafe ist mittlerweile so beliebt, dass man Glück haben muss um einen Sitzplatz zu bekommen.
Anschließend haben wir uns ein wenig dem Shopping gewidmet, denn ich musste mal ein Update meines Kleiderschrankes durchführen. Zum Glück habe ich alles schnell gefunden, den einkaufen zählt wahrlich nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.
Und dann konnte ich mich auf die wirklich wichtigen Dinge kümmern. Wir sind ins Bermuda3eck und haben uns erst einmal eine gute Currywurst vom Bratwursthaus gegönnt. Das ist schließlich Pflicht wenn man im Bermuda3eck ist. Und da es im Süden einfach keine gute Currywurst zu bekommen ist war ich natürlich sehr glücklich über diesen Abstecher. Anschließend sind wir dann noch weiter zu Max Frituur und haben lecker belgische Pommes gegessen. Natürlich als Pommes Special 😀
Danach waren wir beide mehr als gesättigt, und haben nur noch unseren Vorrat an Fiege aufgefüllt, damit wir auch in Freiburg ordentliches Pils haben.
Für mich war es aber vor allem ein schöner Tag in meiner Heimat. Natürlich lebe ich gerne mit meinem Lieblingsmenschen zusammen, und Freiburg ist auch eine tolle Stadt. Doch ein Ersatz für Heimat ist es bei weitem nicht.

Brauereibesichtigung Fiege

Gestern ging es zur Brauereibesichtigung zur Fiege Brauerei in Bochum. 10 Euro kostet die Besichtigung, doch der Preis ist durchaus angemessen. Schließlich ist in der Karte auch die Fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr inbegriffen. Zu Beginn geht es in das kleine Museum der Brauerei die mitten in der Bochumer Innenstadt liegt. Dort kann man sich einen Film ansehen, und alte Werkzeuge aus dem Brauereigewerbe bewundern. Dazu gibt es eine kleine Kostprobe des alkoholfreien Fiege Bieres. Zum Glück hat keiner der Anwesenden eine allergische Reaktion gezeigt 😉 😀
Und dann ging der Rundgang auch schon los. Dazu gab es einen Fragebogen den es auszufüllen galt.
Für die Besichtigung sollte man gut zu Fuß sein, denn man an hat einiges an Treppenstufen zu erklimmen. Laut Führung sind es 273 Stufen die man in Laufe des Rundgangs herauf und herunter steigt.
Da die Besichtigung abends stattfindet herrscht große Ruhe in der Brauerei und auch die Flaschenabfüllanlage ist leider nicht in Betrieb. Zwar gibt es ein Video wie genau die Abfüllanlage arbeitet, aber es sicher noch imponierender wenn man es live sehen kann. Eine kurze Rast wird dann im Keller der Brauerei gemacht. Dort kann man das machen was der Brauer auch tut. Das gelagerte Bier überprüfen bevor es gefiltert wird, das so genannte Zwickelbier trinken. Anschließend bekommt man auch noch Informationen über Hopfen und Malz, sowie über den Gärungsprozess und wie ein Bier entsteht. Zum Ende des Rundgangs geht es dann in die Zwirbelstube die sich im obersten Stockwerk des hohen Brauereiturms befindet. Dort hat man einen gute Überblick über Bochum und die angrenzenden Städte. Dazu gibt es Currywurst und natürlich Bier. Hier kann man die verschieden Biersorten der Fiege Brauerei testen, und natürlich gibt es auch alkoholfreie Getränke.
Es war ein netter Abend, und als Bochumer muss man sich schließlich auch einmal umsehen wo das Urgetränk der Bochumer produziert wird 😉

Rainald Grebe & das Orchester der Versöhnung

Am 15.02. kam Rainald Grebe mit dem Orchester der Versöhnung nach Bochum, und mein Lieblingsmensch und ich hatten Karten dafür. 6 Reihe leicht rechts von der Bühne versetzt. Wir hatten also einen optimalen Blick auf das Geschehen und waren auch schon seit Monaten gespannt was uns bei diesem neuen Programm erwartet.
Das Publikum war wie immer bei Rainald Grebe sehr gemischt. Ich kenne kaum einen anderen Künstler der ein so gemischtes Publikum anlockt.
Und wie auch bei den Soloauftritten und den Auftritten mit der Kapelle der Versöhnung, war auch das Programm als Orchester großartig. Das Orchester ist im Prinzip eine Erweiterung der Kapelle, denn Martin Brauer (Schlagzeug) und Marcus Baumgart (Gitarre) sind auch wieder mit dabei. Neu dazu kommen noch Buddy Casino (Organ), Serge Radke (Bass/ Balalaika/ Helikon), DJ Smoking Joe und einige Streichern.
Das Programm mit so vielen Musikern legt seinen Hauptaugenmerk dann auch auf die Musik, und ist weit weniger anarchistisch als seine üblichen Auftritte. Besonders die Streicher (laut Grebe) alle zwischen 60 und 75 scheinen aus einer ganz anderen Welt zu kommen als die restlichen Paradiesvögel auf der Bühne. Trotzdem harmoniert alles perfekt und man bekommt eine Menge zu lachen. Aber wie bei Rainald Grebe üblich, gibt er seinem Publikum auch viel zu denken wenn er z.B. über arabische Alleinherrscher singt. gerade in der derzeitigen Situation im Nahen Osten.
Mir hat der Auftritt wie immer gut gefallen und ich kann es auch kaum erwarten ihn demnächst wieder live zu erleben. Egal ob Solo, als Kapelle oder als Orchester.
Hier noch einen Song den auch mit dem Orchester aufführt und von dem ich tagelang einen Ohrwurm hatte.

Hagen Rether beim Zeltfestival Ruhr

Am Donnerstag war ich mit meinem Lieblingsmenschen beim Zeltfestival Ruhr. Ich hatte zum Geburtstag Karten für Hagen Rether geschenkt bekommen.
Wir sind etwas früher hin um uns das ganze Gelände des Zeltfestivals anzuschauen, und hat es hat sich gelohnt. Zum einen hatten wir Glück denn es gab gerade mal eine Regenpause, und so konnten wir gemütlich von Zelt zu Zelt schlendern wo alle möglichen Dinge feilgeboten wurden. Und statt der üblichen Stände mit Speisen und Getränken sind beim Zeltfestival Gastronomen aus der Ecke zu finden. So kann man dort sogar sehr gut essen…
Doch zurück zum Auftritt von Hagen Rether. Ich war etwas skeptisch da er ja seit Jahren mit seiner Tour „Liebe“ unterwegs ist. Doch auch bei diesem Auftritt war es auf die aktuellen politischen Diskussionen und Themen zugeschnitten und so war es sehr interessant. Auch wenn man ihn bereits öfters im TV gesehen hat.
Einlass war bereits um 19 Uhr, doch da man ja Platzkarten hatte kamen die meisten erst kurz vor Anfang um 20 Uhr. Wir hatten ordentliche Plätze und konnten gut sehen, auch wenn das bei Hagen Rether ja nicht wirklich so wichtig ist. Der Auftritt war gut, und hat selbst meinen Lieblingsmenschen überzeugt, obwohl sie nicht ganz so auf politisches Kabarett steht. Das will also schon etwas sagen. Und was mich am meisten überrascht hat war, die Länge des Auftritts. Von 20 Uhr bis um 23.15 Uhr (mit einer Pause von circa 20 Minuten) stand Hagen Rether auf der Bühne und gab sein Bestes, unter anderem auch diese Parodie auf Herbert Grönemeyer (in Bochum ja schon etwas gewagt 😉 )

Wer also nichts gegen das ein oder andere zynische Wort einzuwenden hat und politisches Kabarett mag, der ist bei Hagen Rether mehr als gut aufgehoben.
Für mich war dies sicher nicht der letzte Auftritt den ich mir von Hagen Rether angesehen habe, denn mich hat er mehr begeistert als bei seinen Auftritten im TV.

Fazit Bochum Total

In diesem Jahr war ich von Bochum Total nicht wirklich so sehr begeistert. Bis auf Madsen, die am Sonntag Abend gespielt haben, war ich von den übrigen Bands nicht wirklich so begeistert. Madsen hat da am Sonntag schon für vieles wieder entschädigt.
Vor allem weil sie nicht nur ihr neues Album promotet haben, sondern Songs quer Beet aus den letzten Jahren gespielt haben. Dementsprechend ist auch das Publikum richtig mitgegangen.
Die größte Enttäuschung für mich war Pohlmann am Freitag. Er selbst war zwar gut, hat dann aber zwei Typen mit auf der Bühne gehabt die einen auf Hip-Hop Beatbox gemacht haben. Das passt nicht wirklich zu den Pohlmann Songs und ist auch so gar nicht mein Ding.
Und auch wenn ich diesmal auch nicht wirklich etwas Neues für mich entdeckt habe war es ganz nett. Zum einen ist es ja auch so ganz amüsant einfach durch die Massen zu streifen, zum anderen überrascht es mich immer wieder wie friedlich alles abläuft. Schließlich treffen dort eine Millionen Menschen mit den verschiedensten Hintergründen (jung und alt, reich und arm, vom Punk bis zum Snob) aufeinander.
Bochum 010

Bochum 011
Und so werde ich auch im nächsten Jahr wieder dabei sein wenn es wieder heißt: Bochum Total. Und vielleicht habe ich dann auch wieder mehr Glück bei der Bandauswahl.

Still-Leben A40

Am letzten Wochenende wurde einiges geboten um seinen Terminkalender zu füllen. Ganz oben auf der Liste standen da natürlich Bochum Total und das Still-Leben A40 im Rahmen der Kulturhauptstadt2010.
Neben den Heliumballons war das Still-Leben A40 wohl eines der beachteten Projekte, schließlich wurde die A40, die Lebensader des Ruhrgebiets, am Wochenende vollständig gesperrt.
Und da man ja nicht alle Tage die Möglichkeit hat auf der Autobahn zu frühstücken und spazieren zu gehen, wollten wir uns dieses Event auf keinen Fall entgehen lassen.
Und wir waren nicht die einzigen die so dachten….
Wenn man das Echo in den Medien verfolgt war die Aktion Still-Leben A40 ein voller Erfolg und hat sich großer Beliebtheit erfreut.
Deswegen kommen jetzt schon die ersten die diese Aktion nun regelmäßig alle zwei Jahre durchführen wollen. Davon halte ich persönlich jedoch nichts. Der Reiz dieser Aktion war ja gerade die Einmaligkeit!!!
Doch zurück zu unserem Tag. Mir ist eine Überführung in Bochum Werne eingefallen zu der wir gefahren sind. Und dann hatten wir mir als riesiges Glück. Zum einen fuhr gerade jemand weg und so konnte ich direkt auf der Brücke parken, zum anderen gab es an der Brücke eine schmale Treppe die zur Autobahn runter führte. So mussten wir auch gar nicht mehr groß bis zu einer Auffahrt laufen um auf die Autobahn zu gelangen. Hier jetzt einige Eindrücke vom Still-Leben A40
Still-Leben A40 2010 001

Still-Leben A40 2010 002

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