Wenn man in Bochum ist, gehört ein Besuch des Bergbaumuseums natürlich auch dazu. Vor allem wenn wie am 30.12. die Reihe „Frag den Bergmann“ ist. Dort sind an verschiedenen Stationen alte Bergmänner die dort alles erklären und auch die ein oder andere Anekdote von früher erzählen. Das ist dann einfach noch einmal viel lebendiger als eine Audioführung. Um das ganze Museum zu besichtigen sollte man aber schon einige Stunden bereithalten. Denn es gibt viel zu entdecken. Zum einen die Geschichte der Kohle im Erdgeschoss mit zahlreichen Exponaten und Erklärungen. Was auch sehr schön gemacht ist: An vielen Stellen gibt es spezielle Schubladen und Guckfenster für Kinder die dort auch kindgerecht etwas entdecken können. Dazu auch wie Bergmänner und ihre Familien gelebt haben, wie die Gesundheitsfürsorge war, überhaupt wie die Kohle verarbeitet wurde und vieles mehr. Dann gibt es im Erdgeschoss auch noch einen Bereich für Kunst die sich rund um den Bergbau dreht und die Barbarasammlung. Das Highlight für viele ist aber wahrscheinlich die „Fahrt unter Tage“ wo dann die Maschinen und Verfahren zum Abbau der Kohle gezeigt werden.
Es ist natürlich ein Museum und somit entspricht es nicht den tatsächlichen Arbeitsbedingungen von früher, aber es ist trotzdem sehr eindrücklich. Und durch die Geschichten der Kumpel die dort alles erklärten war es sehr spannend. Und wenn dann auch mal eine Maschine wie die zur Bohrung der Sprenglöcher angeschmissen wurde konnte man teilweise erahnen was dort für eine Lärm geherrscht haben muss. Die Maschinen dort stammen aus verschiedensten Epochen des industriellen Kohleabbaus und sind teilweise sehr imposant.

Besonders imposant ist auch eine ausgestellte Dahlbuschbombe (Wiki: Dahlbuschbombe) in die man steigen kann, falls man hineinpasst. Nach dem Abenteuer unter Tage ging es dann noch auf den Förderturm hoch um die Aussicht zu genießen. Zum Glück war genau an dem Tag auch herrliches Wetter und man hatte einen tollen Ausblick, bevor es dann noch in die weiteren Ausstellungen ging.
Um 16 Uhr war dann aber Schluss, da es dann noch ins Planetarium ging. In der Zeit von 12 bis 16 Uhr habe ich nicht alle Bereiche geschafft, ein weiterer Besuch wird als noch einmal fällig. Ich kann jeden Besucher in Bochum einen Besuch nur ans Herz legen!